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Neuer JU-Landesvorsitzender in Neuss

31.03.2001 1 Minute Lesezeit

Der neue Landesvorsitzende der Jungen Union Nordrhein-Westfalens Hendrik Wüst war Gast auf der Mitgliederversammlung der JU Neuss. Dabei berichtete er zunächst über die Aktivitäten aus dem Landesverband und dessen inhaltlicher Schwerpunktsetzung. In einer anschließenden lebhaften Diskussion ging es vornehmlich um das aktuelle Erscheinungsbild der CDU, das zurzeit mangelnde Führungsstärke aufweise. Einige Teilnehmer bemängelte Durchsetzungskraft bei wichtigen Themenfeldern, die die CDU stets ausgezeichnet hätten.

„Personen müssen mit Inhalten verbunden werden“, so der Landesvorsitzende, der auch der Ansicht war, das man nicht jede unpopuläre Forderung stellen könne, auch wenn man Recht habe, wenn als Ergebnis die Bürger diese Positionen mit großer Mehrheit ablehnten. Als Beispiele nannte er die Lohnfortzahlung oder Vorschläge zur Steuerdebatte.

Die Anwesenden fanden es richtig, dass man die jüngsten Äußerungen des Bundesumweltministers kritisiert habe, dies könne jedoch nicht die inhaltliche Diskussion ersetzen und wirke langfristig eher abschreckend.

Angegriffen wurde jedoch die jüngste Behauptung der Landesregierung, man stelle mehr als 6.000 Lehrer ein. Davon sei ein erheblicher Teil auf ohnehin bereits beschlossene Maßnahmen zurückzuführen bzw. auf den Ersatz ausscheidender Lehrkräfte. Andererseits werde gerade einmal der Mehrbedarf, der durch die steigende Schülerzahl verursacht worden sei, ausgeglichen.

Im Anschluss wurde das Papier „Schule und Arbeitswelt“, das beispielsweise eine Verstärkung des Themas Ökonomie im Schulunterricht fordert, streitig diskutiert. Das Papier wurde im Grundsatz angenommen, man sah in einigen Punkten jedoch noch Klärungsbedarf. Als notwendig empfand man, einmal von der Verwaltung einen Ist-Zustand zu erfahren, denn zu unterschiedlich sei die Ausgangssituation in den verschiedenen Schulen bzw. Schulformen.