Neu aufgestelltes Gebäudemanagements muss Sanierungsstau an Schulen und Kitas endlich auflösen

12.09.2022 2 Minuten Lesezeit

Neu aufgestelltes Gebäudemanagements muss Sanierungsstau an Schulen und Kitas endlich auflösen (Foto: Shutterstock)
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Ausbleibende Sanierungen, Containerlösungen und immer wieder verschobene Neubauten sind an vielen Orten unserer Stadt Realität. „Keines unserer Kinder sollte aber in einem sanierungsbedürftigen Raum unterrichtet werden, in einem Container betreut werden oder in einer maroden Turnhalle sporttreiben müssen“, nimmt der CDU-Fraktionsvorsitzende Sven Schümann Stellung.

Diesen erheblichen Sanierungsstau an den Schulen, Kitas und Sporthallen in Neuss hat das Gebäudemanagements (Gebäudemanagement Neuss Service GmbH, kurz GMNS) bisher nicht abgebaut. Daher wurde es organisatorisch neu aufgestellt. Für die CDU ist klar: Jetzt muss das Gebäudemanagement zeigen, wie es in der neuen Organisationsform jetzt Fortschritte erzielen will.

„Wir erwarten, dass es voran geht. Die GMNS und die Verwaltung müssen jetzt darlegen, wie der Sanierungsstau konkret angegangen und wann er vorrausichtlich abgearbeitet sein wird. Das ist keine leichte Aufgabe und wird sicher nicht von heute auf morgen klappen. Aber wir erwarten jetzt einen Fahrplan, wie dies gelingen soll. Auch muss das Gebäudemanagement sagen, was es von der Politik braucht, um dieses Ziel zu erreichen“, macht Schümann deutlich.

„Denn eines ist klar: Die Mitarbeiter der GMNS leisten viel. Die Zahl der Projekte wächst aber schneller als sie bisher abarbeiten konnten. Jetzt müssen die Weichen gestellt werden, damit sich dies ändert“, zeigt Schümann auf.

Denn der Sanierungsstau in Neuss ist gigantisch: Der Neubau der Dreikönigenschule – immer wieder verschoben. Wichtige Sanierungen wie der Pestalozzischule oder Turnhallen – immer wieder verschoben. Der Kitaausbau kommt nicht hinterher, Containerlösungen werden nicht in feste Bauwerke überführt. Dazu kommen die vielen Reparaturen und Renovierungsarbeiten, die der älter werdende Gebäudebestand mit sich bringt. Und auch die energetische Sanierung dieses Gebäudebestands steht an.

Aus Sicht der CDU muss das Tempo jetzt erhöht werden.

Auf Irritation stieß es bei der CDU daher, dass Vertreter der GMNS nicht mehr an den Fachausschüssen teilnehmen sollen. „Eine solche Entscheidung erzeugt doch nur Reibungsverluste und verlängert Kommunikationswege. Wir halten es weiter für gut und notwendig, dass Vertreter des GMN am Schulausschuss und bei Bedarf auch an weiteren Ausschüssen teilnehmen. Uns erschließt sich es nicht, dass die Verwaltung über Dinge aus zweiter Hand berichten will, die das Gebäudemanagement aus erster Hand besser darstellen kann. Eine Informationsfilterung durch die Verwaltung ist wenig zielführend und verhindert Transparenz. Politik und Gebäudemanagement müssen sich direkt austauschen können“, schließt Schümann.

Aktuell registriert die CDU gerade in der Schulelternschaft viele Nachfragen zu dem baulichen Zustand der Schulen. „Wir bieten Schulen, Eltern und Schülerinnen und Schüler an, uns offene Mängel in Schulen zu melden. Über info@cdu-neuss.de oder WhatsApp 01601174526 können Schadensmeldungen und Fotos jederzeit eingereicht werden. Wir werden den Schadenmeldungen dann umgehend nachgehen“, verspricht die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Elke Schlangen.