Lehrermangel an der Realschule Südstadt nicht hinnehmbar! CDU-Fraktion fordert Verantwortung der Landesregierung ein

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„Schon vor den Sommerferien zeichnete sich das Problem des Unterrichtsausfalls an der Realschule Südstadt ab“, kommentiert Stephanie Wellens, CDU-Stadtverordnete und Vorsitzende des Schulausschusses, den aktuellen Lehrermangel an dieser Schule. „Die notwendige Neubesetzung mehrerer Planstellen war zu Beginn des neuen Schuljahres nicht gesichert.“
 
Wellens nimmt diese Entwicklung zum Anlass, um auf Widersprüche zwischen der Bildungspolitik der rot-grünen Landesregierung und der Kommunen hinzuweisen: „Als kommunale Schulpolitiker haben wir uns in Neuss in den letzten Jahren der Herausforderung gestellt, die Schullandschaft – gemäß dem Bürgerwillen und den schulpolitischen Vorgaben des Landes – durch die Errichtung der dritten und vierten Gesamtschule und der beiden Sekundarschulen neu und zukunftsorientiert zu gestalten. Darüber hinaus wurden die Neusser Schulgebäude durch Investitionen von inzwischen über 100 Millionen Euro umgebaut und saniert.“
 
„Die Landesregierung dagegen wird ihrer bildungspolitischen Verantwortung nicht ausreichend gerecht. Sie allein ist für die Personalausstattung unserer Schulen verantwortlich. Was nützen gut ausgestattete Schulgebäude, wenn der Unterricht nicht gesichert ist?“, so Wellens weiter.
 
Es sei nicht hinnehmbar, betont die stv. CDU-Fraktionsvorsitzende Anne Holt, dass Qualität und Umfang des Unterrichts durch unzureichende Ausschreibung von Planstellen, durch Abordnung von Lehrern an andere Schulen oder durch fehlende Vertretungslösungen für längerfristig ausfallende Lehrer deutlich leiden. Die Realschule Südstadt sei kein Einzelfall. Auch an einer Neusser Grundschule falle krankheitsbedingt viel Unterricht aus. Vertretungslösungen würden nur zögerlich und nicht in vollem Umfang zur Verfügung gestellt.
 
„Viele bildungspolitische Studien zeigen nach wie vor, dass Nordrhein-Westfalen seine Hausaufgaben noch nicht gemacht hat. Wir appellieren an die Landesregierung, das Niveau der schulischen Bildung in unserem Land nicht finanzpolitischen Aspekten zu opfern“, so Wellens und Holt abschließend.