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Vorschlag von Dieter Koenemann oberflächlich und unseriös Finanzierung für „Villa Ehrenamt“ völlig offen

Land für Finanzlücken im Sozialbereich verantwortlich

17.06.2004 1 Minute Lesezeit

    Seine Bürgermeister-Kandidatur hatte er unter die Überschrift einer „Politik mit Augenmaߓ angetreten und ein wesentliches Ziel seiner künftigen politischen Arbeit in der Reduzierung der städtischen Schulden gesehen. Einen ersten Vorgeschmack auf seine Art, solche Ziele zu realisieren, hat Dieter Koenemann jetzt gegeben. Er schlug für das Gebäude des ehemaligen Landestheaters an der Drususallee die Nutzung als „Villa Ehrenamt“ vor.

    Die für dieses Projekt entscheidende Frage der Finanzierung löst der Bürgermeisterkandidat der SPD, der FDP und der Grünen „im Handumdrehen“: Die nicht unerheblichen Kosten – u.a. für den Umbau der Immobilie - schiebt er in erster Linie „der Eigeninitiative der Ehrenamtlichen und einer hohen Zahl spendabler Sponsoren“ zu.

    „Ein ebenso unseriöser wie dreister Vorschlag“, so die Einschätzung der CDU-Fraktion. „Hintergrund dieser wenig durchdachten Idee ist wohl, dass die Landesregierung durch erhebliche Reduzierungen im Sozialhaushalt die Arbeit aller sozialen Organisationen deutlich in Frage gestellt hat. Wenn die Verantwortlichen kein Geld mehr haben, müssen eben Ehrenamtliche und Sponsoren ran!“

    Ebenso unberechtigt sei sein Vorwurf an den Kreis, die Finanzierung von „Ons Zentrum“ an der Jülicher Straße zurückgefahren zu haben. Weder Stadt noch Kreis seien in der Lage, die ständig wachsenden Finanzierungslücken im sozialen Bereich zu schließen, für die eindeutig die Landesregierung verantwortlich sei.

    „Oberstes Gebot seriöser kommunalpolitischer Arbeit im Sinne der Bürger sollte – auch im Wahlkampf - die gründliche Planung und Vorbereitung von neuen Projekten sein. Auf populistischem Aktionismus fällt der Bürger nicht herein“, so die CDU-Fraktion.