Kunstschätze im Atombunker

Joachim Goerdt & Ute Engels
Joachim Goerdt & Ute Engels

Mit der Kunstsammlung der Stadt Neuss befasste sich jetzt der CDU-Arbeitskreis „Kultur“, der unter Leitung von Ute Engels und Jochen Goerdt steht. Bereits seit dem Jahr 1949 sammelt die Stadt Neuss Kunstwerke von heimischen Künstlern. Jährlich werden einige Bilder angeschafft, um zum einen die Künstler durch den Ankauf finanziell zu unterstützen und zum anderen, um Rathaus-Mitarbeiter und Rathaus-Besucher mit Kunst zu konfrontieren. Von den zurzeit rund 1.315 Bildern und Kleinskulpturen hängen ca. 600 in den Rathausbüros.

Zunächst stellte Galerist Offelder dem Arbeitskreis die in den Sitzungsräumen im Erdgeschoss hängenden Bilder von J. Weitz, Clarenbach und Kohlschein vor. Insbesondere die Kohlschein-Bilder begeisterten wegen ihrer Farbigkeit, ihrer an Van Gogh erinnernde Pinselführung und ihres klaren Aufbaus.

Kulturamtsleiter Müller stellte anschließend anhand einer Powerpoint-Präsentation ausgewählte Bilder aus dem Archiv vor. Die Namen der zwischenzeitlich teilweise renommierten Künstler reichen von Groove und Happekotte über Kürten und Kuchen bis hin zu Minkenberg und Münch.

Den Abschluss der Arbeitskreissitzung bildete ein Besuch im ursprünglich als Atombunker vorgesehenen Keller im Rathaus. Dort befinden sich, ordentlich aufgereiht und sauber geordnet, die Exponate, die es zurzeit nicht in ein Rathausbrüo geschafft haben. „Um viele dieser Werke ist es schade, dass sie nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken.“, konstatierte Jochen Goerdt, Kulturpolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion. Der für die Bildersammlung zuständige ehrenamtliche Rathaus-Mitarbeiter Strobel wies darauf hin, dass einige Bilder restauriert, neu gerahmt oder gereinigt werden müssten. Hierfür fehle es allerdings an Geld. Erfreulicherweise gebe es aber eine ständige Fluktuation, sodass es vorkomme, dass Bilder gefragt würden, die lange „out“ waren.