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Konsequente Förderung des Mittelstandes

18.04.2000 2 Minuten Lesezeit

    „Mehr private Initiative statt bürokratische Gängelei“, so lautete der Tenor der Forderungen der Vorsitzenden des Landtagsausschusses für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie, Hannelore Brüning (CDU). Frau Brüning, selbst mittelständische Unternehmerin in einem Handwerksbetrieb im Münsterland nannte in ihrem Vortrag und der engagierten Diskussion zahlreiche Beispiele für die mittelstandsfeindliche Politik der rot / grünen Landesregierung.

    Auf Einladung der Frauen-Union und Mittelstandsvereinigung war Frau Brüning nach Neuss gekommen und konnte dabei mit der Firma ENDEMANN, Internet AG ein besonders erfolgreiches Unternehmen in der Computerbranche kennenlernen.

    Parteivorsitzender Cornel Hüsch ließ es sich nicht nehmen, die Ausschußvorsitzende für die CDU-Neuss zu begrüßen und dankte der FU-Vorsitzenden Rita Hau und dem MIT-Vorsitzenden Erhard Schiffers für die Initiative. „Die Zukunft der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes interessiert die Menschen und es ist sehr schlimm, dass Nordrhein-Westfalen bei allen wichtigen Wirtschaftsdaten im Bundesvergleich hinterherhinkt“, so Cornel Hüsch.

    Partrick Hund, Vorstandsmitglied der Firma Endemann AG und Vertreter des Hausherrn stellte zu Beginn das Unternehmen und die Kurze aber vielversprechende Firmengeschichte vor. Rund 35 hochqualifizierte Arbeitsplätze seien bisher in Reuschenberg geschaffen worden, aber weitere können erwartet werden.

    Heinz Sahnen, Landtagskandidat für Neuss, verwies in seinen Worten auf das überzeugende Berufsschulangebot des Kreises. Als Berufsschullehrer und Fraktionsvorsitzender im Kreistag habe er sich immer für ein qualifiziertes und zukunftsgerichtetes Angebot engagiert. „Gerade die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien brauchen gut ausgebildete Mitarbeiter. Vor allem die Wirtschaft ist hier gefordert, entsprechende Ausbildungsplätze zu schaffen“, so Heinz Sahnen. Dabei setze er auch im IT-Bereich auf den Mittelstand, wie etwa das Unternehmen Endemann.

    Im anschließenden Referat führte Hannelore Brüning aus, dass das Investitionshemmnis Nummer 1 die belastenden Bau- u. Genehmigungsvorschriften seien.


    2000 Bauvorschriften und sogar 8000 Umweltregelungen gebe es in unserem Land. „Hier ist eine Verwaltungsvereinfachung und ein Bürokratieabbau überfällig“, so die Landtagsabgeordnete Brüning. Umweltschutzauflagen beispielsweise müßten sich an der Verhältnismäßigkeit orientieren.
    Daneben mahnte sie eine leistungsfähige Infrastruktur an. Es gebe Untersuchungen, die von einer Gefährdung von 30.000 Arbeitsplätzen in NRW ausgehen, wenn nicht zügig hier investiert werde.

    Als besonders schlagendes Beispiel für die verfehlte Wirtschaftspolitik der SPD und des SPD-Ministerpräsidenten und langjährigen Wirtschaftsminis-ters Clement bezeichnete die Christdemokratin das Trickfilmcenter Oberhausen. „Mit 108 Millionen Subventionsgeldern des Landes sind ganze 25 Arbeitsplätze geschaffen worden, obwohl immerhin 100 versprochen wurden.
    Stellen Sie sich vor, was diese Summe für den Mittelstand bewirkt hätte“, forderte die Abgeordnete ihr Auditorium auf.

    Die Politik der CDU setze auf eine drastische Verkürzung der Genehmigungs- u. Planungsverfahren, auf eine konsequente Förderung des Mittelstandes“, denn dort werden die Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen“, und auf eine bessere schulische Ausbildung.