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Kletterwand: Tauglich für Kinder und Weltklasse-Athleten

24.02.2001 2 Minuten Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 24.2.2001

    Bei einem Besuch in der Skihalle in Grefrath nahm der planungspolitische Sprecher der CDU-Mehrheitsfraktion im Stadtrat, Heinz Hick, die neuesten Pläne der agilen Geschäftsführer in Augenschein: eine Kletterwand, die sogar Weltcup-Ansprüchen gerecht wird. Im vergangenen Jahr hatten die Betreiber August Pollen und Johannes Janz im städtischen Planungsausschuss ihr Vorhaben bereits präsentiert.

    "Die Fraktionen hatten schon damals mehrheitlich ihre grundsätzliche Zustimmung gegeben", sagte Hick, "aber die vorgestellten Details hatten uns noch nicht überzeugt." Das lag, versicherte August Pollen, an den Modellen, die in der Kürze besorgt werden mussten und die "nichts mit dem zu tun hatten, was wir vorhaben." Jetzt liegen exakte Pläne vor, die den Mitgliedern des Planungsausschusses am 6. März vorliegen werden.

    Die Kletterwand, die bis zu 34 Meter hoch sein und an der Rückseite des Skihallen-Komplexes entstehen soll, ist von österreichischen Experten so konzipiert, dass sie sowohl Kindern und Jugendlichen gerecht wird als auch Spitzenkönnern im alpinen Klettern. "Kinder können in Höhlen kriechen und an einfachen Stellen ihr Gleichgewicht schulen oder sich aus geringen Höhen und von Seilen gesichert abseilen." Erfahrene Kletterer finden im linken Teil maximale Schwierigkeitsgrade vor. Unterschiedliche Farben der Griffe zeigen zum einen den möglichen Kletterweg und zudem die verschiedenen Schwierigkeitsgrade.

    Das Investitionsvolumen für das Gebilde, das aus Kunstharzplatten gefertigt wird, soll bei knapp unter einer Million Mark liegen. Anfänger können nicht ohne weiteres in luftige Höhe klettern, denn: "Die Teilnehmer müssen eine Art ,Kletterreife' nachweisen", sagt August Pollen. "Wir lassen keinen Anfänger ohne Kletterlehrer an die Wand." Das Areal hinter der Skihalle wird daher eingezäunt und überwacht. Pollen, der vor Jahren im Vorstand des Mönchengladbacher Alpenvereins tätig war: "Wir wollen alle Altersgruppen ansprechen und unter fachkundiger Anleitung ist das Klettern nicht schwierig. Kindern wird es bestimmt viel Spaß machen."

    Pollen und Janz sind von Hause aus Klettersportler, waren während ihrer Studentenzeit in den Alpen und im Himalaya unterwegs und haben "die höchsten Berge Südamerikas" bestiegen. August Pollen: "Daher kennen wir uns in diesem Metier sehr gut aus, besser noch als im Skisport." Aus Sicht von CDU-Ratsherr Heinz Hick ist die geplante Kletterwand "eine prima Sache. Sie macht einen guten Eindruck und wird in Neuss für Furore sorgen, besonders bei den Jugendlichen." Wenn das Vorhaben den Planungsausschuss am 6. März und nachfolgend den Rat passieren, sollen Kletter-Fans ab Mai auf ihre Kosten kommen.