Kaumanns zieht Bilanz: Neuss ist kinderfreundlicher geworden

„Wir haben viel erreicht, um Neuss noch kinderfreundlicher zu machen“, sagt Thomas Kaumanns, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, und zieht damit eine Bilanz über die Arbeit des Jugendhilfeausschusses in der abgelaufenen Wahlperiode.

Das alles bestimmende Thema der vergangenen Jahre war der Ausbau der Betreuung von unter-3-jährigen Kindern. „Hier haben wir alle einen Kraftakt vollbracht: die Kitaträger, die Tagespflegepersonen, die Verwaltung und die Politik. Das Ergebnis: Die Stadt Neuss kann den gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz erfüllen.

Aber auch in anderen Bereichen der Kinder- und Jugendpolitik sieht Kaumanns gute Ergebnisse: die Errichtung von neuen Jugendzentren, Neubau und Sanierung von Spielplätzen und diverse Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor Vernachlässigung und Gewalt. „Trotz knapper Finanzmittel ist es uns gelungen, das vielfältige Angebot für Kinder und Jugendliche zu erhalten und an einigen Stellen neue Akzente zu setzen“, so der Stadtverordnete. Mit der Einführung eines Sozialmonitorings habe man darüber hinaus die Grundlage geschaffen, um auch in Zukunft bedarfsgerechte Angebote zu planen.

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht Kaumanns vor allem in einem Bereich Handlungsbedarf: Der Nachmittag werde immer mehr von der Schule in Beschlag genommen. „Wir müssen Wege finden, wie wir Schule, Jugendhilfe und auch den Sport zusammenführen können.“

Darüber hinaus werde das Thema Inklusion auch in der Jugendarbeit immer wichtiger: „Wenn Kinder morgens gemeinsam in der Schule sitzen, sollen sie auch am Nachmittag gemeinsam ihre Freizeit verbringen können.“

Ein weiteres Thema bereitet Kaumanns Sorgen: Immer mehr Familien seien in schwierigen Lebenslagen und benötigten Unterstützung bei der der Erziehung ihrer Kinder. „Wir müssen überlegen, wie wir Hilfen und Bedürftige besser zusammenbringen und vielleicht auch früher mit den Hilfen einsetzen.“

Umfangreiche Bilanz in Stichworten:

Kinderbetreuung
  • Betreuungsquote Ü3 > 100%, U3 > 40%
  • Neubau zahlreicher Kindertagesstätten
  • Weiterentwicklung von Kitas zu Familienzentren
  • Einführung des Kita-Navigators
  • Förderung der Kindertagespflege (u.a. höhere Entlohnung)
  • Senkung der Elternbeiträge, Ausweitung der (sozialen) Rabatte
Angebote der Jugendarbeit
  • Neue Jugendtreffs in Reuschenberg und im Barbaraviertel
  • Neubau des Jugendzentrums in Allerheiligen
  • Planungen für einen neuen Skatepark
  • Neues Konzept für Streetwork
Kinderspielplätze
  • Neubau und Sanierung zahlreicher Kinderspielplätze
  • Ausführliches Konzept für Sanierung, Umwandlung und Aufgabe von Kinderspielplätzen
  • Erlass eines Alkohol- und Tabakverbots
  • Grundsatzbeschluss „behindertengerechte Spielplätze“
Familienförderung / Kinderschutz
  • Fortführung von „ProVier“ (Förderung der Elternarbeit in vier Stadtteilen)
  • Ausbau von „so früh“ (Frühwarnsystem und frühe Hilfen)
  • Regelung zur Vorlage von Führungszeugnisses in der Jugendarbeit
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
  • Regelmäßige Kinderversammlungen an verschiedenen Orten
  • Zukunftswerkstatt Jugendarbeit
Aufbau eines Sozialmonitorings
  • stadtteilbezogene Sammlung von umfangreichen Statistiken
  • Aufstellung von vorhandenen Angeboten
  • darauf aufbauend Ausweisung des Handlungsbedarfs