Junge Union: Sicherheit für Kinder muss Vorrang haben

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Die Junge Union Neuss (JU) fordert, den Stadtgartenweiher im Bereich des Spielplatzes abzusichern. Anlass dafür ist ein Unfall, der sich jüngst ereignet hat und bei dem ein zweieinhalbjähriger Junge in den Weiher gefallen ist. „Es muss nicht erst ein Kind schwer verunglücken, bis sich etwas tut“, meint Thomas Kaumanns, der jugendpolitische Sprecher der JU und verweist auf mehrere Unfälle, die sich in der Vergangenheit schon ereignet haben.

Zwar gelte auf Spielplätzen das Prinzip der elterlichen Aufsichtspflicht, doch sei der Spielplatz im Stadtgarten ein Sonderfall. Er sei besonders groß und gerade im Sommer sehr stark frequentiert. Da sei es für Aufsichtspflichtige mitunter schon schwierig, den Überblick zu behalten. Die abschüssige Wiese hin zum Weiher sei eine besondere Gefahrenquelle, zumal Kinder die sich daraus ergebende Gefahr oftmals nicht richtig einschätzen könnten. „Und bei dem Weiher handelt es sich nicht um einen Gartenteich, sondern um ein – für Kinder erst recht – tiefes Gewässer“, erklärt Kaumanns.

Der Hinweis, die Verkehrssicherungspflicht der Stadt umfasse nicht die Einzäunung von Gewässern, sei zwar richtig. Wo Gewässer allerdings eine Gefahrenquelle in der Nähe von Kinderspielplätzen darstellten, sei eine Absicherung geboten. Dies werde durch mehrere Urteile der Oberlandesgerichte in ähnlichen Fällen bestätigt.

Die JU plant, das Thema über ihre Vertreter im zuständigen Unterausschuss Kinder in die politische Diskussion einzubringen. Eine Sicherungsmaßnahme müsse weder teuer sein, noch sei sie eine „Verschandelung“ des Stadtgartens. Vielleicht gebe es noch Zäune in städtischen Beständen, die hier Verwendung finden könnten. Neben einer Umzäunung käme aber auch eine Bepflanzung in Betracht.