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„Es darf nicht tatenlos zugesehen werden, wie Fakten geschaffen werden“

Junge Union Neuss fordert weltweites Klonverbot ein

08.01.2003 1 Minute Lesezeit

Junge Union Neuss fordert weltweites Klonverbot ein

Die Junge Union Neuss (JU) erklärte zur Forderung eines weltweiten Klonverbotes: „Die Ankündigung der Firma ‚Clonaid‘, in den USA seien erstmals geklonte Kinder zur Welt gekommen, zeigt, wohin eine menschenverachtende Forschung ohne religiöse und ethische Grenzen führt. Es ist zu befürchten, dass andere Forscher auf der Welt ähnliche Versuche durchführen. Um dies zu verhindern, brauchen wir ein weltweites Klonverbot - und zwar sofort.“ Nicht umsonst habe die Firma zur Mitteilung der Sensation die Weihnachtszeit gewählt und das Kind Eva genannt.

Sven Schümann, der Vorsitzende der JU, begrüßte daher die klaren Worte der CDU-Bundesvorsitzenden Angela Merkel zu einem solchen Klonverbot, das für ihn „aus christlichen Gründen zwingend erforderlich“ ist. In diesem Zusammenhang wies der JU-Vorsitzende auf die von der CDU-Neuss durchgeführte Veranstaltungsreihe zu diesem Thema hin. Die dort behandelten Themen seien höchst wahrscheinlich bereits Realität geworden.

Die Bundesforschungsministerin hatte zwar bereits im August 2001 angekündigt, dass sie sich auf internationaler Ebene für ein weltweites Klonverbot einsetzen wolle. Die mit deutschem Votum erfolgte Vertagung des betreffenden Ausschusses der Vereinten Nationen zur Erarbeitung eines Papiers zum weltweiten Klonverbot auf den 29. September 2003 wird indes von der Forschung genutzt, um Fakten zu schaffen. Dazu das JU-Vorstandsmitglied Dr. Jörg Geerlings: „Die Politik darf nicht tatenlos zusehen, wie einige Forscher bereits jetzt Tatsachen schaffen. Die Bundesregierung muss innerhalb der Weltgemeinschaft endlich mutig voranschreiten, wenn es um ein Verbot für reproduktives und therapeutisches Klonen geht.“

Geerlings bemängelt: „Wenn Forscher die rechtsfreien Räume ohne Rücksicht auf ethische Schranken nutzen, dann kommt jede Empörung beispielsweise aus Kirche, Politik und Ärzteschaft zu spät. Die Regelung eines weltweiten Klonverbotes für Menschen durch die Vereinten Nationen muss jetzt vereinbart werden.“ Auch der Embryonenschutz im deutschen Recht weise noch große Lücken und Wertungswidersprüche auf.