Junge Union: Letzte Chance verpasst!

Für die Junge Union hat die Stadt Neuss die vorerst letzte Chance auf eine attraktivere Innenstadt verpasst. „Die Neusser Bürger haben entschieden: zwar knapp und ohne das erforderliche Quorum zu erreichen, aber dennoch ist zunächst einmal eine Mehrheit für den Erhalt der Straßenbahn“, fasst Thomas Kaumanns, stellvertretender Vorsitzender der JU, das Wahlergebnis zusammen. Für Neuss komme es nun darauf an, die Innenstadt trotz dieses Ergebnisses positiv weiter zu entwickeln.

Die Junge Union hat im Vorfeld der Wahl eine eigene Kampagne für die Herausnahme der Linie 709 durchgeführt. Mit Plakaten und Handzetteln wollte der CDU-Nachwuchs vor allem junge Menschen zu Wahl motivieren. „Anscheinend konnten sich die Argumente für eine Attraktivierung der Innenstadt aber nicht gegen den Wahlkampf der Rheinbahn mit Panikmache und unfairen Mitteln durchsetzen“, erklärt Kaumanns. „Natürlich wäre aber auch im Lager der Befürworter eine deutlichere Positionierung wünschenswert gewesen, insbesondere beim Bürgermeister.“

Jetzt gehe die Arbeit für die Innenstadt weiter. Was nun geschehe, sei allerdings noch recht unklar: einspurige Lösung, U 81, Neuentscheidung im Rat – mehrere Varianten müssten jetzt diskutiert werden. Auch der mögliche Bau der Neuss-Arcaden werde eine wichtige Rolle für die Zukunft der Innenstadt spielen. Die Junge Union will sich aktiv und konstruktiv in die weitere Debatte einbringen.