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Junge Union für jüdisches Gemeindezentrum

06.01.2001 1 Minute Lesezeit

Die Junge Union Neuss (JU) begrüßt den Vorschlag von Bürgermeister Herbert Napp zur Einrichtung eines jüdischen Gemeindezentrums im ehemaligen Gebäude des Rheinischen Landestheaters. Das Gebäude an der Drususallee steht seit dem Umzug des Theaters ins ehemalige Hortenhaus leer und würde eine optimale Lage für die jüdische Gemeinde bieten.

In Neuss gab es bereits eine jüdische Synagoge. Das Gebäude an der Promenadenstraße fiel allerdings während der Reichspogromnacht 1936 Brandstiftern zum Opfer. Seitdem sind die jüdischen Mitbürger in Neuss ohne eigene Heimstatt. Die Einrichtung eines neuen Gemeindezentrums ist damit lange überfällig, zumal die Anzahl von Neussern mit jüdischem Glauben wieder, insbesondere durch den Zuzug aus osteuropäischen Staaten, steigt und in Norf inzwischen auch eine islamische Moschee gebaut wurde.

Mit dem Einzug in das alte Theatergebäude hätten die Neusser Juden erstmals nach über 60 Jahren wieder die Gelegenheit, Ihren Glauben gemeinsam in einer angemessenen Umgebung auszuüben. „Integration ist zudem auch ein Stück Vergangenheitsbewältigung, dem sich Neuss stellen sollte“ meint Jens Küsters, stellvertretender JU-Vorsitzender.