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Kommunale Zweitwährung als Anschub für die Neusser Wirtschaft

Junge Union fordert „Schützen-Taler“ als kommunale Zweitwährung

03.09.2004 1 Minute Lesezeit

Junge Union fordert „Schützen-Taler“ als kommunale Zweitwährung

Die Junge Union (JU) fordert für Neuss eine kommunale Zweitwährung. Offensichtlich handelt es sich hierbei nicht um einen Scherz, wie JU-Vorsitzender Sven Schümann erläutert: “Viele andere Städte oder sogar Stadtteile von Großstädten in Deutschland haben bereits eine Zweitwährung eingeführt.“ Das Geld, das dort in der Regel von Gemeinnützigen Vereinen hergestellt wird, dient der Stärkung der heimischen Wirtschaft. Es soll bewirken, dass sich der Bürger mit der Zweitwährung identifiziert und sein Geld vor Ort ausgibt. „Die Neusser identifizieren sich mit Ihrer Stadt. Ich kann mir vorstellen dass die Sache großen Zuspruch in der Bevölkerung findet.“, so Schümann weiter.

„Für Neuss ist natürlich klar, dass als Währungsname nur der „Schützen-Taler“ in Frage kommt“, betont JU-Vize Thomas Kaumanns, selbst auch aktiver Schütze. Er erinnert an das Zahlungssystem in der Stadthalle, wo die Neusser an den vergangenen Tagen der Wonne ebenfalls mit „Schützen-Talern“ bezahlt haben. Ähnlich sollen in Zukunft alle Neusser im örtlichen Einzelhandel zahlen.

Eine echte Währung im engeren Sinne ist die Sache nicht, denn es handelt sich um ein Gutschein-System. Man tauscht sein Geld bei einem gemeinnützigen Verein in einen solchen Gutschein und erhält Informationen darüber, welche Geschäfte der Stadt diese akzeptiert. Anreize für die Einführung könnten Rabatte bieten, für den Fall dass mit dem Gutschein bezahlt wird. Rund 40 deutsche Städte wollen das System bislang umsetzen. Der Vorteil für den Einzelhandel ist klar: Eine stärkere Kundenbindung.