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Junge Union begrüßt den Einsatz von Streetworkern

09.04.2001 1 Minute Lesezeit

Junge Union begrüßt den Einsatz von Streetworkern

Der Vorstand der Jungen Union Neuss (JU) hat sich deutlich zum Einsatz von Streetworkern in der Sozialarbeit vor Ort und damit für einen Antrag, der in den Rat eingebracht werden soll, ausgesprochen. Der von den CDU-Stadtverordneten Ursula von Nollendorf und Karl-Heinz Schnitzler initiierte Antrag wird dabei inhaltlich voll unterstützt.

Beispiele aus anderen Städten und Gemeinden zeigten, dass der Einsatz von Streetworkern zu erheblichen Verbesserungen an sozialen Brennpunkten führen kann. Als Allheilmittel wirke dies vielleicht nicht, jedoch als sinnvolle Ergänzung. Streetworker gingen auf Jugendliche zu, die sonst kaum noch erreicht werden könnten. Wichtig ist der JU dabei, dass zugleich eine Aufgabenkritik bisheriger Maßnahmen stattfindet. "Die Anforderungen in der Jugend- und Sozialarbeit haben sich geändert", so der JU-Vorsitzende Jörg Geerlings. Heute seien vielmehr individuelle Lösungen zu suchen und Jugendliche kämen nicht unbedingt in die zur Verfügung stehenden Jugendzentren. Ein positiver Nebeneffekt könnte dabei auch eine kostenneutrale Lösung sein, sodass mehr Mittel beispielsweise für Integrationsmaßnahmen eingesetzt werden könnten.

Dass dringend gehandelt werden müsse, sei angesichts der steigenden Jugendkriminalität unübersehbar. In Neuss weise die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik aus, dass 32 Prozent aller Tatverdächtigen jünger als 21 Jahre alt seien. Dabei sind Lösungen in Familien, Schulen, der Justiz und in der Jugendarbeit zu finden. "In Neuss müssen zu Beginn mindestens zwei Streetworker arbeiten, auf deren Erfahrungen man dann aufbauen kann", so Geerlings.