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JU: Von Dialog und Ehrenamt

19.11.2001 1 Minute Lesezeit

"Toleranz beginnt da, wo man beginnt, anderen zuzuhören", so fassten Mitglieder der Jungen Union (JU) den gelungenen Jugendtag des Neusser Jugendrings zusammen. Für eine tolerante Gesellschaft sei es wichtig, dass man mit anderen Kulturen und Gesellschaften ins Gespräch komme. Viele Vorurteile beruhten darauf, dass man Menschen aus anderen Kulturkreisen nicht kenne. Wer die Möglichkeit wahrnehmen konnte, im Ausland andere Sichtweisen kennenzulernen, verändert seine Ansichten oft.

„Einen Jugendtag für Toleranz und Zivilcourage sollten man zu einer festen Institution in Neuss machen“, so JU-Vorsitzender Jörg Geerlings. Extremistisches Gedankengut dürfe nicht um sich greifen; denn so sei das friedliche Miteinander in unserer Gesellschaft gefährdet. Junge Menschen hätten bei einer solchen Veranstaltung die Gelegenheit zu zeigen, dass sie sich von solchem Gedankengut distanzieren.

An sich war die JU geladen, um an dem Workshop zur Politikverdrossenheit teilzunehmen. Auf Grund einer parallel stattfindenden Theatervorstellung fanden sich jedoch ausschließlich aktive Jungpolitiker ein. Spontan vereinbarte man, den Workshop mit Vertretern der anderen politischen Jugendorganisationen im nächsten Jahr nachzuholen.

Stattdessen nahmen die sieben Vertreter der JU an einer lebhaften Diskussion um das Thema Ehrenamt teil. Die JU betonte, dass es zur Stärkung des Ehrenamtes unerlässlich sei, bestehende Nachteile abzubauen. Hier wolle man gemeinsame Aktivitäten mit Vertretern der Jugendverbände anstrengen. Ziel müsse es bleiben, das wichtige Thema „Ehrenamt“ in Neuss besonders auf der politischen Tagesordnung zu behalten, um so dem freiwilligen Engagement vor allem junger Menschen mehr Anerkennung, Unterstützung und Förderung zuteil werden zu lassen. Denn „das Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Wenn sich junge Leute ohne Bezahlung engagieren, egal ob im kirchlichen, sozialen, kulturellen, sportlichen oder in einem anderen Bereich, dann hat das die größtmögliche Anerkennung und Unterstützung verdient“, so JU-Vorstandsmitglied Thomas Kaumanns, der den AK „Ehrenamt“ leitet.