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JU - "Unsere Aussagen haben Gewicht"

Sie betonen immer wieder Gemeinsamkeiten und sprechen von gemeinsamen Positionen und Zielen, die es umzusetzen gilt: Jens Küsters und Sebastian Broeckmann. Seit Dezember stehen die gebürtigen Neusser an der Spitze der Jungen Union ihrer Heimatstadt. Der 23-jährige Softwareentwickler Küsters als Vorsitzender und der 29-jährige selbständige Finanzdienstleister Broeckmann als Stellvertreter.

Vor ihrer Wahl hatten sie wenig miteinander gemeinsam, noch nicht einmal richtig bekannt waren sie miteinander. "Ich war nicht über die Gegenkandidatur, wohl aber über die Gegenkandidatur einer mir bislang unbekannten Person überrascht", gibt Küsters zu. Broeckmann erklärt, dass er ohnehin im JU-Vorstand mitarbeiten wollte. "Deshalb war ich auch bereit für den Vorsitz zu kandidieren, als ich spontan vorgeschlagen wurde." In der Kampfabstimmung setzte sich Küsters knapp durch, seitdem heißt es für beide: "Volle Konzentration auf die Sachthemen, keine Personaldebatten." Grabenkämpfe, das räumt Küsters ein, habe es in der Vergangenheit bei Personalentscheidungen immer wieder "nicht nur in der Bundes-CDU, sondern auch in der JU Neuss" gegeben. Küsters kritisiert: "Manche Leute sieht man nur bei Personaldebatten, aber für die aktive Sacharbeit verschwinden sie wieder."

Davon wollen Küsters und Broeckmann weg. Schließlich, so Broeckmann, sei ein ausgewogener, kompetenter Vorstand gewählt worden, der "uns die Chance gibt, dass wir wahrgenommen werden und unsere Aussagen Gewicht bekommen". Vor allem mit den Arbeitskreisen Jugend sowie Schule wollen die Nachwuchspolitiker Akzente setzen. "Das sind riesige Themen in Neuss, aber auch für die Landtagswahl." Durch Besuche in Einrichtungen vor Ort, viel Zuhören und viele Gespräche "wollen wir konkrete Vorschläge formulieren, um etwa Kürzungen im Jugendhilfebereich mit Handlungsperspektiven aufzufangen". So meldete sich die JU kürzlich mit einem Plädoyer zum Erhalt der Streetworkerprojekte zu Wort.

Und am 2. Februar wird JU-Beisitzer und CDU-Stadtverordneter Jörg Geerlings in der Internationalen Schule über deren Entwicklungsperspektiven diskutieren. "Wir arbeiten eng mit Fraktion und Partei zusammen", so Broeckmann, "um zu gemeinsamen Positionen zu kommen." Schließlich sei es eben die gemeinsame Stärke, um auch erfolgreich in der Nachwuchsarbeit zu sein.

Von C. Graf Hoensbroech