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JU: Streetworker müssen im ganzen Stadtgebiet eingesetzt werden

07.11.2001 1 Minute Lesezeit

Die Junge Union Neuss (JU) begrüßt den Einsatz von Streetworkern, für die sie sich über ihre jungen Stadtverordneten eingesetzt hatte. „Dass als Beginn immerhin zwei eingesetzt werden, zeigt, dass man beginnt, in der Jugend- und Sozialarbeit auch neue Wege zu beschreiten“, so JU-Vorsitzender Jörg Geerlings. Die Streetworker, die eine Ausbildung zum Sozialarbeiter haben, sollen in einem dreijährigen Pilotprojekt an Brennpunkten eingesetzt werden.

Bedenken hatte man allerdings wegen einer Verwaltungsvorlage, wonach die zwei Streetworker schwerpunktmäßig in Erfttal eingesetzt werden sollten. Dort sei sicher auch ein wichtiges Einsatzgebiet, aber heiße „dezentraler Einsatz“, wie ihn die Verwaltung beschreibt, nicht, dass nur ein Gebiet profitieren solle. Beruhigt nahm die JU daher die Klarstellung des Jugendhilfe-Ausschussvorsitzenden Thomas Nickel zur Kenntnis, dass weitere Brennpunkte bearbeitet werden sollen; so etwa die Innenstadt, wo sich Probleme in der Nähe des UCI aufdrängen, aber auch in der Nordstadt oder in Weckhoven.

„Bei dem Modellprojekt kann man aber nicht stehen bleiben“, so Geerlings weiter; denn angesichts der zunehmenden Probleme müsse man rasch die Ergebnisse des Modellprojekts auswerten. So seien Streetworker vielleicht kein Allheilmittel, sie könnten jedoch Probleme effektiver lösen. Da solche Stellen natürlich mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden seien, müsse man verstärkt prüfen, ob nicht Stellen, die weniger effektiv seien, zugunsten von solch mobilen Einheiten abgebaut werden könnten. Hier fänden sich sicherlich Mitarbeiter, die bislang eher an zentralen Standorten tätig seien, sodass auch keine Arbeitsplätze verloren gingen. Dies wäre dann haushaltsneutral, was angesichts der Sparmaßnahmen auf Grund geringerer städtischer Einnahmen wünschenswert sei.