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JU: Neusser Rennbahn in die Olympiapläne einbeziehen

26.12.2001 1 Minute Lesezeit

Am zweiten Weihnachtstag besuchte eine sportinteressierte Gruppe der Jungen Union Neuss (JU) die Neusser Rennbahn. Dabei stand bei dem Besuch der Dialog mit dem Geschäftsführer des Neusser Rennvereins Dr. Bernd Koenemann im Vordergrund, der diesem Wunsch gerne nachkam. Scheinbar ist vielen Neussern unbekannt, dass die Neusser Rennbahn zu den umsatzstärksten Deutschlands gehört, was sie vornehmlich ihrer Allwetterbahn zu verdanken hat. So war selbst am zweiten Weihnachtstag reger Betrieb auf der Bahn rund um das Wettgeschehen und der gastronomische Zweig wies regen Geschäftsbetrieb auf.

Auf Nachfrage betonte Koenemann jedoch, dass man auf Grund der Maul- und Klauenseuche nicht ganz an den Erfolg der vergangenen Jahre habe anknüpfen können, da zum Höhepunkt der Seuche ein wichtiges Rennen ausgefallen sei. Dennoch könne man weiterhin optimistisch bleiben.

Vertreter der JU wunderten sich, dass die Stadt einen Fußballverein künstlich am Leben halte, demgegenüber aber mit der Rennbahn über eine selbst in den unmittelbaren Nachbarländern bekannte Institution verfüge. „Schaut man allein auf die Kennzeichen der parkenden Autos, wird schnell die überregionale Bedeutung der Rennbahn deutlich“, so JU-Vorsitzender Jörg Geerlings.

Dennoch stellte die JU Defizite auf dem Gelände fest. Die Gebäude wirkten sanierungsbedürftig. „Der Schwung der Olympiabewerbung 2012 muss genutzt werden, um das Rennbahngelände, das im Falle einer erfolgreichen Kandidatur für die Bogenschießwettbewerbe vorgesehen ist, wieder auf Vordermann zu bringen“, so JU-Vorstandsmitglied Thomas Kaumanns. Dies käme nicht nur der Rennbahn an sich, sondern z.B. auch dem Globe-Theater zu Gute. Bei einer Aufwertung des Wendersplatzes, wie es der Hessentor-Wettbewerb beabsichtige, könne die Rennbahn noch besser in die Stadtentwicklung einbezogen werden.