JU Neuss zu Gast im Landtag / Diskussion über Schulpolitik

Foto: Landtag NRW / B.Schälte

Die Junge Union Neuss besuchte kürzlich den nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf. Auf Einladung des Neusser Abgeordneten Dr. Jörg Geerlings schauten sie sich an seinem neuen Arbeitsplatz um und diskutierten mit ihm – Kernthema war die Schulpolitik.

Geerlings, der selber drei Jahre lang die Neusser Junge Union geführt hatte, sprach schon kurz nach seiner Wahl eine Einladung an den Politiknachwuchs aus. Bei einer kleinen Führung zeigte er den Plenarsaal und andere Bereiche des Landtagsgebäudes und erläuterte dabei auch die parlamentarischen Abläufe. Anschließend gab er einen Überblick über seine Tätigkeiten und über die ersten Wochen der neuen Legislaturperiode.

Den JU-Mitgliedern lag vor allem die Schulpolitik am Herzen. Aufgrund der Pläne der neuen Landesregierung befürchten sie eine Zersplitterung der Schullandschaft. Wenn es den Kommunen überlassen werden, beispielsweise Einheitsschulen zu gründen oder die Dauer der gymnasialen Schulbildung selbständig festzulegen, gehe das fast immer zu Lasten der Schüler. Wer nämlich innerhalb einer Stadt oder aber über Stadtgrenzen hinweg die Schule wechseln wolle oder müsse, könnte große Schwierigkeiten bekommen, wenn die Systeme nicht übereinstimmten. Fraglich sei ferner, wie die Gestaltung der Lehrpläne unter solchen Voraussetzungen ablaufe. Auch die Vergleichbarkeit von Abschlüssen sei schwer herzustellen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über Schulschließungen in Neuss sprachen die JU’ler sich für den Erhalt von bestehenden und funktionierenden Schulen im gegliederten System und gegen eine Systemdebatte aus. Wer die schulische Bildung verbessern wolle, müsse vor allem in kleinere Klassen und individuelle Förderung investieren.