JU-Neuss empört über die Auflagen des Bürgermeisters zur „Abi-Parade 2019“

Im Vorfeld der „Abi-Parade“ regt sich Unmut in der Schülerschaft der Gymnasien über das Ziel des Bürgermeisters, die Teilnehmerzahl an der parade radikal zu verringern. Die Abiturienten wollen jetzt mithilfe einer Online-Petition, die schon rund 1500 Petenten hat, Druck auf die Verwaltungsspitze aufbauen.

Die Junge Union Neuss (JU) ist fassungslos über die Auflagen des Bürgermeisters zur diesjährigen „Abi-Parade“ und will den Abiturienten den Rücken stärken. Die Stadtverwaltung will in diesem Jahr zum ersten Mal die Schulen außerhalb der Stadtgrenzen von der Abi-Parade ausschließen. De facto könnten somit rund die Hälfte der Teilnehmer im Rhein-Kreis Neuss nicht mehr teilnehmen. „Die Abi-Parade hat sich schon lange über den Rhein-Kreis hinaus zu einer festen Institution zum letzten Schultag entwickelt. Selbst der Radiosender 1-Live berichtete schon darüber“, so der Beisitzer des Vorstands der JU, Dennis Volkeri. Die Planung des Bürgermeisters sieht neben dem Ausschluss verschiedener Schulen auch das Verbot von Fahrzeugen oberhalb von 3,5t Gesamtgewicht vor, so dass das traditionelle Mitwirken von Traktoren und Anhängern zwecks musikalischer Begleitung wegfallen würde. Die JU sieht darin klar eine Unverhältnismäßigkeit zwischen beobachteten Vorfällen und den nun aufgestellten Verboten. „Jedes Jahr kommen bis zu 4000 Schüler aus dem Rhein-Kreis Neuss in die Stadt und feiern ihren letzten Schultag friedlich während der Abi-Parade am Nachmittag auf den Straßen der Innenstadt und anschließend in einer großen Party auf dem Rennbahngelände. Die Vorgehensweise des Bürgermeisters verschiedene Schulen von der Parade auszuschließen macht keinen Sinn, da die Schüler wahrscheinlich trotzdem nicht fernbleiben werden. Des Weiteren sehe ich keine Rechtsgrundlage bei einer von einer privaten Firma angemeldeten Veranstaltung, die in den letzten Jahren ohne große Vorfälle von statten ging, einzelne Gruppierungen auszuschließen. Man kann wohl auch schwer den öffentlichen Umzug durch die Stadt hermetisch abriegeln.“, so der Vorsitzende der JU Jean Heidbüchel.

In großer Einigkeit unterstützen auch die von dem Ausschluss auswärtiger Schulen betroffenen JU-Stadtverbände sowie die Junge Union im Rhein-Kreis Neuss den Vorstoß ihrer Neusser Kollegen. So erklärt der stv. Kreisvorsitzende und Grevenbroicher JU-Vorsitzende Max von Borzestowski: „Die gemeinsame Abiparade am letzten Schultag in der namensgebenden und größten Stadt unseres Kreises hat sich zu einer beliebten Tradition unter den Abiturienten entwickelt. Dieses kreisweite Gemeinschaftsgefühl sollte gestärkt und nicht von Teilen der Politik und Verwaltung torpediert werden!“

Die Junge Union Neuss fordert den Bürgermeister auf, die Auflagen und Verbote sofort zu überdenken, damit die Abiturienten im Rhein-Kreis Neuss gemeinsam ihren letzten Schultag in Neuss feiern können.

Die JU regt als Vorsichtsmaßnahme eine erhöhte Präsenz des kommunalen Ordnungsdienstes an, um Vorfälle schneller und besser entschärfen zu können. Weiterhin sollte man das Mindestalter und ggf. die Zahl der Begleiter der Traktoren und Anhänger (sog. Wagen-Engel) erhöhen, damit auch während des Umzugs keine Gefahrenquellen entstehen können.

„Die Abiparade ist eine traditionelle und fröhliche Feier aller Schulen. Diese Veranstaltung so unverhältnismäßig beschneiden zu wollen, ist äußerst spießig vom Bürgermeister. Mit etwas Wohlwollen gegenüber den Schülerinnen und Schülern lassen sich sicher bessere Lösungen zum Erhalt dieser Veranstaltung finden“, schließt Heidbüchel.