JU Neuss bekennt sich zum Rhein-Kreis Neuss

Die Junge Union Neuss widerspricht dem aktuellen Vorstoß der Neusser SPD, die Stadt Neuss aus der Kreisangehörigkeit zu reißen und alte Gebietsstrukturen wiederherstellen zu wollen.

In Zeiten angespannter kommunaler Haushalte sei eine Umkehr von Zusammenschlüssen und eine Rückkehr zu kleinteiligen Strukturen das falsche Signal. „Ich glaube daran, dass jeder Kommune mehr Zusammenarbeit gut tut. Die Stadt Neuss sollte intensiver Kooperationsmöglichkeiten innerhalb der Kreisgemeinschaft suchen und nutzen. Und in einer bestehenden Kreisgemeinschaft, in der es bereits Zusammenarbeit gibt, ist das einfacher, als außerhalb einer solchen Gemeinschaft,“ so Sebastian Ley, Vorsitzender der JU Neuss. „Eine Verweigerungshaltung gegenüber dem Kreis tut unserer Heimatstadt nicht gut. Der Rhein-Kreis Neuss kann gemeinsam seine Stärken betonen, und es ist gut, wenn wir uns daran beteiligen.“

Zu bedenken seien auch die Kosten, die bei Strukturreformen auf die öffentliche Hand zukommen. „Das kostet sowohl Zeit als auch Geld. Und ich bin mir sicher, dass wir hier in Neuss und in NRW andere Themen haben, in die man diese Zeit und das Geld investieren sollte. Ich möchte hier nur die Herausforderungen des demografischen Wandels, steigende Soziallasten, und den Ausbau der U3-Betreuung nennen,“ so Sebastian Ley. Und, so betont er, Handlungsspielräume seien auch innerhalb der Kreisgemeinschaft möglich. Die Politik der Stadt Neuss könne gestalten und nutze diese Möglichkeiten auch.

Zudem sei die Darstellung der Stadt Neuss alleine als Finanzier und die Kommune, die „draufzahlt“, nicht ganz korrekt. „Gerade durch die Umlage der Soziallasten profitiert unsere Stadt, auch wenn sie der größte Einzahler ist,“ so Patrick Lambertz, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union Neuss.

„Wir glauben daran, dass die Zukunft der Stadt Neuss im Rhein-Kreis sein wird und sein sollte,“ so lautet der einhellige Tenor aus dem Neusser Stadtverband der Jungen Union.