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JU: Mehr Ganztag für die Neusser Hauptschulen

10.01.2006 1 Minute Lesezeit

Die Junge Union Neuss spricht sich dafür aus, die Ganztagsangebote an den Neusser Hauptschulen zu erweitern. Die Stadt als Schulträger solle sich im Rahmen des Landesprogramms zum Ausbau der Ganztagshauptschulen um die Zuweisung von finanziellen Mitteln bewerben.

„Mehr Ganztagsangebote sorgen für eine Stärkung der Hauptschule, die längst überfällig ist“, so Andreas Hamacher, schulpolitischer Sprecher der JU. Im Sinne eines fairen Wettbewerbs innerhalb des gegliederten Schulsystems könnten Hauptschulen so auch mit den in Ganztagsform betriebenen Gesamtschulen mithalten, den betroffenen Eltern werde für ihre Kinder somit eine größere Wahlmöglichkeit eröffnet. Außerdem seien mehr Ganztagsangebote in den Schulen offensichtlich notwendig, vor allem dort, wo der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund hoch sei, wo schwierige sozialräumliche Bedingungen herrschten und wo der individuelle Förderbedarf erheblich sei.

„Die Neusser Hauptschullandschaft ist schon heute gut aufgestellt“, so JU-Chef Jens Küsters. Zwei von fünf Schulen seien bereits Ganztagsschulen. Ein oder zwei weitere Schulen könnten nun aber noch folgen. Wie hoch der Bedarf sei, müsse sorgfältig abgewogen werden. Die Jungpolitiker wollen aber auf jeden Fall ein oder zwei Hauptschulen mit Halbtagsangebot erhalten. „Schließlich muss Eltern eine Wahlmöglichkeit bleiben, ob ihr Kind den Nachmittag in der Schule verbringen soll oder in der Familie, in Einrichtungen der Jugendhilfe oder in anderen Vereinen“, so Thomas Kaumanns, der in der JU für Fragen der Jugendhilfe zuständig ist.