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JU: Kulturpolitik gehört auf den Prüfstand

31.03.2000 1 Minute Lesezeit

Die Junge Union Neuss (JU) setzt sich weiter für neue Akzente in der Neusser Kulturpolitik ein. In einer lebhaft geführten Diskussion mit dem als Referenten geladenen Detlef Fleischer kam die JU dabei zu dem Ergebnis, dass dieses Thema nicht länger vernachlässigt werden dürfe. "Zwar muss man der Neusser Politik zugute halten, dass der Kulturbereich von Finanzkürzungen verschont geblieben ist, doch sollte man einmal hinterfragen, was Kulturpolitik in Neuss eigentlich leisten kann und soll", so JU-Vorsitzender Jörg Geerlings. Die letzten innovativen Ideen stammten aus den 80er Jahren und sollten nach Ansicht der JU ständig auf ihre Akzeptanz hin überprüft werden.

Einen Schwerpunkt der Debatte bildete dabei das Rheinische Landestheater und die Rolle des Intendanten Burkhard Mauer. So müsse das Theater auch auf Herausforderungen in einer veränderten Lebenswelt reagieren und den Weg hinaus aus dem Theater zum Bürger suchen. Für das Theater müsse eine neue Perspektive geschaffen werden, so dass Detlef Fleischer als Konsequenz dieser Diskussion den Rücktritt von Burkhard Mauer forderte, verbunden mit einem personellen Neubeginn, wie es beispielsweise bei der Besetzung des Clemens-Sels-Museums mit Frau Dr. Zangs gelungen sei.

Fleischer regte weiter an, neue Versuche zur kulturellen Gestaltung des Neumarktes vorzunehmen. Der Platz rund um die Neusser Stadtbibliothek sei zu schade, um weiter zu verkümmern. Immer wichtiger werde auch der Bereich der "Senioren-Kultur". Man müsse auf die immer weiter steigende Zahl von Senioren reagieren und gezielte Programme anbieten.