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JU fordert Internet-Offensive der Stadt

17.03.2000 1 Minute Lesezeit

Einen Aufbruch der Stadt Neuss ins Internet fordert die Junge Union. Die Stadt verfüge zwar mit www.neuss.de über eine informative Homepage, doch diese müsse nun auch funktionale Elemente erhalten. So sollte es mittelfristig möglich sein, dass sich die Bürger kleinere Behördengänge sparen können.

Unverständnis äußerte JU-Vorsitzender Jörg Geerlings über die mangelnde Vernetzung der Verwaltung: "Es muss dringend dafür gesorgt werden, dass alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung eine E-Mail-Adresse erhalten."
Dies sei einerseits für eine moderne interne Kommunikation der Stadtverwaltung erforderlich, andererseits aber auch, um eine zeitgemäße Betreuung der Bürger zu gewährleisten.
Die technische Machbarkeit sei eigentlich unbestritten, denn schließlich vergeben auch die meisten größeren Unternehmen in Deutschland E-Mail-Adressen an ihre Mitarbeiter. Anscheinend wurde sie dennoch in der Neusser Stadtverwaltung falsch eingeschätzt. Dies müsse nun aufgeholt werden.

Aber auch im Bereich der Schulen sieht die Junge Union Nachholbedarf. "Eine moderne Schulausbildung ohne Nutzung der Neuen Medien gibt es nicht. Es ist schlimm, dass es immer noch Schüler gibt, die in ihrer Schullaufbahn kein einziges Mal im Unterricht mit dem Internet in Berührung kommen," erklärte JU-Vize Tobias Goldkamp. Die für die Schulpolitik zuständige rot-grüne Landesregierung habe durch ihre verfehlte Politik den Sprung ins Internet-Zeitalter verpasst.

Um so wichtiger sei es, dass die Stadt als Schulträger ihr möglichstes tut, um wenigstens die technischen Voraussetzungen für die Internet-Nutzung an den Schulen zu schaffen. Die Stadt hat bereits erste Kooperationsmodelle mit der Wirtschaft, beispielsweise in der Geschw.-Scholl-Schule, gesucht; dies könne noch ausgeweitet werden. Modern ausgerüstete Schulen seien nicht nur eine Investition in die Zukunft der Kinder, sondern auch ein Standortfaktor.