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Humanitäre Hilfe im Irak

JU: Ehrenamtlich Tätigen nach befristeter Beurlaubung Arbeitsplatz garantieren

In einer Sitzung, die sich mit dem Thema Ehrenamt befasste, machten sich Mitglieder der Jungen Union Neuss (JU) Gedanken um weitere Verbesserungen im Bereich des Ehrenamtes. Anlass dieser von Thomas Kaumanns und Dr. Jörg Geerlings geleiteten Diskussion war die anlaufende humanitäre Hilfe im Irak.

Aufmerksam wurden Kaumanns und Geerlings auf dieses Problem durch einen Fall, in dem sich ein Arzt an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gewandt hatte, da er nach einem humanitären Einsatz in seiner Klinik keinen Arbeitsplatz freigehalten bekam. Das frühere Bundesarbeitsministerium hatte rechtliche Bedenken gegen einen Anspruch auf Urlaub mit Arbeitsplatzgarantie geäußert, da dies für einen Arbeitgeber kaum zumutbar sei.

Geerlings: „Ehrenamtliche Betätigung verdient nicht nur Respekt, sondern auch ein höchstmögliches Maß an Unterstützung“. Kaumanns ergänzt: „Das ehrenamtliche Engagement von Bürgern ist ein Stützpfeiler unserer Gesellschaft.“ Ohne die zahlreichen Verbände, Organisationen und Selbsthilfegruppen könne nach Ansicht der beiden ein großer Teil der Arbeit nicht wahrgenommen werden, oder sie würde nur eingeschränkt erledigt.

Die beiden erinnern zudem an die Enquete-Kommission des Bundestages, die festgestellt habe, dass sich in der Öffentlichkeit große Erwartungen an die Rolle des Bundes als Gesetzgeber richteten. Die beiden fordern daher, dass Worten nunmehr Taten folgen sollten, indem der Gesetzgeber nun handeln müsse, um die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt zu verbessern. Dazu planen die beiden ein Gespräch mit den örtlichen Bundestagsabgeordneten.