#fürneuss

Startseite
Wirtschaftsschwerpunkt auch an städtischen Gymnasien denkbar

JU begrüßt Wirtschaftsabitur und fordert Schwerpunktbildung

13.12.2004 1 Minute Lesezeit

Die Junge Union (JU) Neuss begrüßt grundsätzlich die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe am Berufskolleg Hammfeld des Rhein-Kreises Neuss mit wirtschaftlichem Schwerpunkt. Die Jungpolitiker sehen hier eine alte Forderung der JU, aber eigentlich auch der CDU verwirklicht, wonach wirtschaftliche Zusammenhänge stärker in den Unterricht der weiterführenden Schulen einfließen sollen. „Wir sehen die Einrichtung als zusätzliches, attraktives Angebot für die Neusser Schullandschaft und keineswegs als schädliche Konkurrenz für die städtischen Gymnasien. Wer beispielsweise schon zu Beginn der Oberstufe ein Studium der Wirtschaftswissenschaften anstrebt, für den ist ein Abitur mit wirtschaftlichem Schwerpunkt genau richtig!“, betont Sven Schümann, Sprecher der JU-Fraktion und Mitglied im Schulausschuss der Stadt.

Bedenken aus Konkurrenzgesichtspunkten weist die JU mit dem Argument zurück, dass eine Schwerpunktbildung bei den weiterführenden Schulen anzustreben sei. Dies werde indes bereits an vielen Schulen in Neuss praktiziert und sei noch auszubauen. Nach Informationen der Jungpolitiker würden alsbald auch Gespräche der übrigen Schulleiter mit dem Berufskolleg stattfinden, um Bedenken auszuräumen. Eine Koordinierung zwischen städtischen Gymnasium und dem Berufskolleg ist aus Sicht der Jungen Union dringend erforderlich. Dort sieht man zunächst den Kreis in der Pflicht, auf die Stadt zuzugehen. Ein Freibrief für den Rhein-Kreis als Träger des Berufskollegs könne hier keinesfalls ausgestellt werden.

Denkbar sei ebenso, dass eines der Neusser Gymnasien den Wirtschaftsschwerpunkt übernehme, um eine Auslastung der Schulen weiter zu gewährleisten. „Sollten auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung die Schülerzahlen sinken, ist kein zusätzliches Schulangebot sondern vielmehr ein erweitertes Programm auf der Basis der bestehenden Schulen zu fordern“, ergänzt JU-Chef Jens Küsters.