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Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Gästen

JU: „Ausbildungsplatzabgabe - ein Schlag ins Gesicht der Wirtschaft“

07.05.2004 1 Minute Lesezeit

JU: „Ausbildungsplatzabgabe - ein Schlag ins Gesicht der Wirtschaft“

Die jungen Stadtratskandidaten der CDU aus Reihen der Jungen Union Neuss (JU) Dr. Jörg Geerlings und Andreas Hamacher sehen in der von Rot-Grün geplanten Ausbildungsplatzabgabe einen Schlag ins Gesicht für die Wirtschaft. „Es werden keine wirtschaftlichen Anreize zur Ankurbelung der Konjunktur geschaffen, sondern lediglich Unternehmen durch Repression weiter gegeißelt“, so Geerlings. Es gehe nicht darum, Unternehmen durch Bußzahlungen zusätzlich zu belasten, vielmehr seien Entlastungen im Bereich der Lohnnebenkosten zwingend erforderlich.

„Im fernen Berlin kennt man eben die Sorgen und Nöte der ausbildenden Unternehmen vor Ort nicht“, so Hamacher und Geerlings. Müntefering wolle nur die Ansprüche der linken Parteimitglieder befriedigen. Das zeige sich schon daran, dass einige SPD-Ministerpräsidenten diesen Kurs nicht mittragen wollen. Diese müssten dann aber auch den Schneid haben, im Bundesrat entsprechend Farbe zu bekennen.

Geerlings und Hamacher glauben nicht an einen Erfolg der geplanten Ausbildungsplatzabgabe. Das Gebot der Stunde sei jetzt „Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände an einen Tisch zu bringen, um über sinnvollere Alternativen zum geplanten Gesetz nachzudenken.“ Konkret denken die beiden neben geplanten Entlastungen auf Seiten der Lohnnebenkosten an besondere steuerliche Anreize, die die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen - auch über den eigenen Bedarf hinaus - attraktiv machen.

Dass man durch Initiative etwas erreichen könne, beweist die JU-Neuss schon seit Jahren durch ihre Jobbörse, zuletzt im Februar veranstaltet, zu der neben Unternehmen und Institutionen wie der IHK und der Kreishandwerkerschaft vor allem ca. 500 Schülerinnen und Schüler ins Berufsbildungszentrum im Hammfeld gekommen seien (die Presse berichtete).

„Die Bundesregierung hat sich zudem Bürokratieabbau auf die Fahnen geschrieben, nun entstehe genau das Gegenteil“, so die beiden JU-Vorstandsmitglieder. Frage man einmal im Ausland nach einer „Ausbildungsplatzabgabe“, so stoße man außerhalb Deutschlands nur auf erstaunte Blicke. „Leider ist Rot/Grün nur in solchen Dingen innovativ“.

„Dieses Thema wird bei uns weiter auf der Tagesordnung stehen“, so Hamacher. Die JU-Neuss lädt zu diesem Thema am 25. Mai um 19:30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus allen Bereichen der Wirtschaft ins Thomas-Morus-Haus an der Adolfstraße auf der Neusser Furth ein, zu der jeder Interessierte eingeladen ist.