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Job-Börse: Querschnitt des aktuellen Ausbildungsmarktes

Schulabschluss - und was dann? Antwort auf diese Frage sollte gestern die zweite Job-Börse von Junger Union sowie Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU des Kreises Neuss in der Nordstadthalle geben. Etwa 25 namhafte Unternehmen aus der Region sowie Kammern, Berufsschulen und Fortbildungswerke stellten sich vor, und etwa 500 Schülerinnen und Schüler aus schwerpunktmäßig Neusser, aber auch von Kaarster Schulen, wollten sich einen Überblick verschaffen über alte und neue Berufsbilder, Anforderungsprofile, Verdienst oder Aufstiegschancen.

Schon vor der Eröffnung herrschte starker Andrang im Foyer der Nordstadthalle. Zum großen Teil mit Bussen waren die Schulgruppen angereist, um sich bei der zweiten Job-Börse umzusehen und Informationen zu holen. Zum einen sollten sich die einzelnen Unternehmen und Institutionen vorstellen, zum anderen wolle man mit einer solchen Aktion auch Anregungen in die Schulen transportieren, sich in einer Nachbearbeitung des Angebotes näher mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt zu befassen, merkte Dr. Christian Will, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung, an.

Es gelte auch zu demonstrieren, dass es in der hiesigen Region qualifizierte Ausbildungsangebote gibt; dass aber auch Unternehmen Ausbildungsmöglichkeiten anbieten, die von jungen Leuten nicht genutzt werden, ergänzte Heio Driessen. Aus dem handwerklichen Bereich seien zum Beispiel die Friseure zu nennen. Auch wolle man bei den Jugendlichen den Blick schärfen für eine vom "normalen" Weg abweichende Ausbildung - Handwerk statt Abitur und Studium.

Möglichkeiten, diesen Weg einzuschlagen, wurden in vielfacher Art aufgezeigt. Zum Beispiel bei den Stadtwerken, wo Auszubildende im zweiten Lehrjahr selbst gefertigte Modelle aus dem Kraftfahrzeug-Bereich präsentierten und ein wenig enttäuscht auf relativ geringes Interesse stießen. Andere Berufe wie die des Bank- und Versicherungskaufmanns, des Elektronikers oder des Physiotherapeuten erfreuten sich schon über mehr Resonanz.

Auch am Stand der NGZ mussten sich Redakteurin Christine Sommerfeld und Hartwig Franke, beim Neusser Zeitungsverlag verantwortlich für Betriebs-Management, den Fragen nach Möglichkeiten in Journalismus und Zeitungsgewerbe stellen.

Bemerkenswert der Zulauf am Informationsstand der Bundeswehr, an dem Stabsfeldwebel Wolfgang Küppers besonders junge Damen, denen jetzt alle Waffengattungen offen stehen, über die Laufbahnmöglichkeiten aufklärte. Es gab auch kritische Stimmer. Da wurden die elektronischen Medien wie Rundfunk und Fernsehen vermisst. Andere bemängelten, dass sie vor der Börse nicht entsprechend in der Schule vorbereitet worden seien.

Von Gunther Klau