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Cornel Hüsch zum Internationalen Frauentag

Internationaler Frauentag muss überflüssig gemacht werden

05.03.2002 2 Minuten Lesezeit

    „Ziel muss es sein, den internationalen Frauentag überflüssig zu machen,“ so die provokante These des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Cornel Hüsch. „Denn wenn es uns gelingt, die Gleichstellung von Frau und Mann in allen gesellschaftlichen Bereichen weltweit sicher zu stellen, brauchen wir diesen Erinnerungsposten nicht mehr.“

    Bis dahin ist es aber auch nach Ansicht von Cornel Hüsch noch ein langer Weg. So erinnert er beispielsweise an die spezifische Unterdrückung von Frauen in Ländern der Dritten Welt. „Erst durch den Afghanistan-Krieg ist manchem klar geworden, wie bedrückend die Lage der Frauen in diesem islamistischen Land war.“ Aber auch in Afrika gäbe es zahlreiche spezifische Formen der Unterdrückung von Frauen, die so nicht hingenommen werden dürften.„ Hier muss die Deutsche Entwicklungshilfepolitik einwirken, denn Menschenrechte sind gerade auch Frauenrechte.“

    Aber nicht nur in fernen Ländern sondern auch in Deutschland gibt es noch Eniges zu tun. Cornel Hüsch erinnert an die sogenannte gläserne Decke, die Frauen in vielen Bereichen von Wirtschaft und Verwaltung nur bis zu einer bestimmten Ebene aufsteigen lässt. „Obwohl Mädchen und junge Frauen im Bereich der Ausbildung mehr als gleichgezogen haben und wir inzwischen qualifizierte und mit guten Noten ausgestattete Frauen auf dem Arbeitsmarkt haben, erreichen nur wenige wirkliche Spitzenpositionen im öffentlichen Sektor und n der Wirtschaft.“ Hier müsse verstärkt nach Wegen gesucht werden, dass Frauen in die Lage versetzt werden, berufliches Fortkommen und Familie miteinander konfliktfrei zu verbinden.

    Hüsch verweist dabei auf den Antrag familienfreundliche Arbeitszeiten in der Stadtverwaltung Neuss, den die CDU im letzten Jahr auf den Weg gebracht hat. „Wir wollen hier in Neuss ganz konkrete Vorschläge machen, um es Männern und Frauen zu erleichtern, Familien- und Erwerbstätigkeit besser unter einen Hut zu bringen.“ Die Christdemokraten erwarteten mit Spannung den Bericht der Verwaltung, die ihre Ideen, die einstimmig vom Rat der Stadt Neuss gebilligt wurden, umzusetzen soll.

    Im politischen Sektor sieht sich Cornel Hüsch mit der CDU Neuss auf einem guten Weg. „Wir haben im Stadtverbandsvorstand unter den gewählten Mitgliedern ein Verhältnis von 9 Frauen zu 10 Männern, also weit aus günstiger als vom Frauenquorum der Partei gefordert.“ Auch im Rat habe die CDU mit fast 1/3 weiblicher Abgeordneter in der 33 Mitglieder starken Ratsfraktion ein gutes Zeichen gesetzt.

    Aber Frauen- und Familienpolitik ist eben nicht nur Sache der Frauen, sondern muss zur gesellschaftlichen Aufgabe für alle im politischen Bereich Tätigen werden. „Ich gebe zu, dass bei diesem Anspruch noch einige Männer etwas lernen müssen.“