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Kompetenz im Umgang mit Neuen Medien stärken

Informatik muss als junge Kulturtechnik vermittelt werden

20.12.2004 1 Minute Lesezeit

Informatik muss als junge Kulturtechnik vermittelt werden

Lesen, Rechnen und Schreiben muss allen Schülern als allgemeine Basis in der Schule vermittelt werden. „Diese Kulturtechniken sind in der heutigen Zeit unabdingbar, wenn der Mensch am privaten und beruflichen Leben gestalterisch teilnehmen möchte“, so der schulpolitische Sprecher der Jungen Union (JU) Andreas Hamacher.

Der Vorsitzende und Internetexperte der Jungen Union, Jens Küsters, und Andreas Hamacher glauben jedoch, dass die drei bisherigen Kulturtechniken zunehmend um eine vierte ergänzt werden, nämlich den Umgang mit den sogenannten Neuen Medien. So begrüßen Küsters und Hamacher den Vorstoß der Gesellschaft für Informatik, den Bereich Neuer Medien und der Informatik als verpflichtendes Schulfach für alle Schüler zu etablieren.

„Kritisch sehen wir hingegen die Forderung, Informatik als vollwertiges Prüfungsfach zum Beispiel für das Abitur zuzulassen“, erklären die beiden, „denn hier sind vorzugsweise Sprachen, Mathematik, Natur- und Gesellschaftswissenschaften abzuprüfen. Allerdings könnte eine Art Qualifikationsschein für Informatik in der Jahrgangsstufe 10 in allen Schulformen eingeführt werden, der nach einer erfolgreich bestandenen Prüfung den Schülern ausgestellt und etwa als qualifizierender Zusatz auf den Abschlusszeugnissen vermerkt werden kann“.

Dabei sollte eine möglichst hohe Anzahl von Schülerinnen und Schülern diese Prüfung auch bestehen, wichtiger sei jedoch noch, dass das Fach Informatik verpflichtend und auch versetzungsrelevant in den normalen Unterrichtszyklus eingebaut werde. Die beiden Jungpolitiker fordern die Landesregierung auf, entsprechende Änderungen im Curriculum vorzunehmen und die benötigten Lehrerstellen zur Verfügung zu stellen.