Navigation ein-/ausblenden

Neusser CDU verabschiedete ihr Wahlkampf-Programm

"Im Dialog mit dem Bürger"

"Stark. Erfolgreich. Offen." So sieht sich die Neusser CDU. Mit diesen drei Begriffen, die sie zu einem Slogan kombiniert, will die Union in den anstehenden Kommunal-Wahlkampf ziehen. Am Montag setzten die Christdemokraten einen Schlusspunkt unter die Vorbereitungsphase. Die Kandidaten und die Reserveliste für den Urnengang am 26. September sind aufgestellt; jetzt ist auch das neue Programm verabschiedet.

Unter dem Schlagwort "Im Dialog mit dem Bürger" präsentierte Partei-Vize Sabine Hustedt der Mitgliederversammlung den Entwurf, der nach Diskussion und einigen Korrekturen angenommen wurde. Das Programm, dessen Kapitel viele verschiedene Autoren schrieben, wurde in der Endredaktion unter der Führung von Hustedt in ein einheitliches Erscheinungsbild gebracht.

Mit dem Ergebnis zeigte sich auch Dr. Hermann-Josef Baaken zufrieden, der für die Kommunikation bei der CDU verantwortlich zeichnet: "Wir stellen die ganze Spannbreite unserer politischen Arbeit dar!" Herausgekommen ist ein 35 Seiten starkes Papier, das versucht, die breite Palette der Gesellschaft abzudecken.

Es ist in erster Linie eine Erfolgsbilanz aus Sicht einer Partei, die seit über fünf Jahrzehnten die Stadt Neuss maßgeblich prägt. Die Bilanz stellte in einem Redebeitrag Dr. Bernd Koenemann zusammen.

Der Vorsitzende der Mehrheitsfraktion im Rat schlug dabei den Bogen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Auf dieser Basis entwickelte Bürgermeister Herbert Napp ein Handlungsprogramm für die Zukunft - so wie sie sich der Rathaus-Chef und die CDU für die Stadt Neuss vorstellen. Zu dieser Vision gehören weiterhin die Elemente der "sozialen Großstadt" Neuss, deren Netz die Christdemokraten in der Vergangenheit knüpften und auch in seiner aktuellen Festigkeit erhalten wollen.

Dies versprach die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anna-Maria Holt. Das Redner-Quintett komplettierte Partei-Chef Cornel Hüsch, der den Schwerpunkt auf "Freiheit und Gerechtigkeit" legte. Er betonte, dass die Neusser CDU weiterhin zu ihren christlichen Grundwerten stehe. Im neuen Wahlkampf-Programm liest sich das beispielsweise so: "Die CDU bekennt sich klar zum Auftrag der Schule, auch Werte zu vermitteln.

So spricht sie sich eindeutig für das Fach Religion als ordentliches Lehrfach an unseren Schulen aus." Zu einem guten Ergebnis kommen die Christdemokraten auch mit Blick auf die Innenstadt. Die habe sich in der laufenden Wahlperiode positiv entwickelt. Als "eindrucksvolle Beispiele" nennen sie die neue Bustrasse auf der Promenadenstraße sowie die Neugestaltung des Hamtorplatzes.

Auf diesem Weg wollen sie fortfahren: "Die Verlegung der Straßenbahn aus der Innenstadt sowie der weitere Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs im Bereich der Klever Straße sind Ziele der CDU." Im Mittelpunkt stehe, die Fußgängerzone attraktiver zu gestalten und aufzuwerten.

CDU-Sprecher Baaken sieht das nun verabschiedete Programm mit einem "kleinen Schwenk" verbunden: Die Volkspartei reagiere mit ihren Antworten auf die Fragen der Zeit flexibler. Die Union versuche so, in einer schnelllebigen Welt den Menschen konkrete Hilfestellungen zu geben.
-lü-