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Hüsch enttäuscht über Haltung der Grünen zum Importstopp embryonaler Stammzellen

05.07.2001 1 Minute Lesezeit

    Unverständnis und Enttäuschung äußert CDU-Vorsitzender Cornel Hüsch vor allem über die ablehnende Haltung der Grünen zum Moratoriumsantrag der Unions-Fraktion. Die CDU/CSU Bundestagsfraktion hat einen Antrag zum Importstopp embryonaler Stammzellen aus dem Ausland zu Forschungszwecken nach Deutschland in den Deutschen Bundestag eingebracht.

    „Inhaltlich entspricht dieser Antrag, der eine Lücke im Embryonenschutzgesetz schließt, der Haltung der Grünen, die aber aus Koalitionsrücksicht vom Kanzler in die Pflicht genommen werden. Dies ist angesichts der Grundsätzlichkeit der Entscheidung bitter,“ bewertet Hüsch die Einigung in der rot/grünen Koalition. Die Haltung des Bundeskanzlers, der sich einseitig nur der Freiheit der Forschung und der Möglichkeit der wirtschaftlichen Nutzung verpflichtet fühlt, sei dem schwierigen Thema nicht angemessen, so Hüsch. „Wer ernsthafte Bedanken als ‚ideologische Scheuklappen’ abqualifiziere, wie Schröder dies tue, hat sich aus der nötigen Diskussion verabschiedet.“

    Der Verweis auf den von Schröder berufenen Ethikrat gehe am Thema vorbei. „Denn es bleibt die Gewissensentscheidung jedes einzelnen Abgeordneten, ob er dem Import von und der Forschung an embyronalen Stammzellen, deren Gewinnung die Tötung des Embryos voraussetzt, zustimmen kann.“ Ein wie auch immer besetzter Ethikrat könne diese individuelle Entscheidung des zuständigen Parlamentariers nicht ersetzen.