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Hüsch begrüßt Entlassung von Polizeipräsident Kruse

27.06.2001 1 Minute Lesezeit

    Mit Genugtuung hat CDU-Stadtverbandsvorsitzender Cornel Hüsch die überfällige Entscheidung von SPD Landesinnenminister Fritz Behrends zur Kenntnis genommen, den umstrittenen Bielefelder Polizeipräsidenten Horst Kruse in den vorzeitigen Ruhestand zu versetzen. Kruse war wegen der Duldung eines quasi rechtsfreien Raumes rund um die Bielefelder Drogenberatungsstelle in die Kritik geraten. Ermittlungen gegen Dealer und Prostituierte seien in Bielefeld auf Geheiß von Kruse eingestellt worden, um die liberale Drogenpolitik in der Stadt nicht zu gefährden.

    „Bisher hat Behrends die massiven Vorwürfe gegen Kruse, gegen den ein Ermittlungsverfahren läuft, immer nur als Kampagne bezeichnet und sogar die Bielefelder Drogenpolitik als beispielhaft gelobt. Die Entscheidung von Dienstag ist daher eine längst notwendige Einsicht, dass es so nicht weiterging,“ erklärt Cornel Hüsch. Cornel Hüsch erinnert in diesem Zusammenhang an den Fall Rainer Wittmann. Der Düsseldorfer Polizeipräsident wurde ebenfalls von Behrends in den Ruhestand geschickt, da ihm in Zusammenhang mit Kurdenkrawallen Fehler vorgeworfen wurden. „Behrends hat keine glückliche Hand, wenn es um Polizeipräsidenten geht. Nicht nur die kritisierten Vorfälle selbst, sondern vor allem der Umgang des Innenministers damit sorgt für Verunsicherung in der Bevölkerung,“ so Hüsch. Es sei Aufgabe des Innenministers auch in der Personalpolitik deutlich zu machen, dass es keine rechtsfreien Räume gebe, so die beiden Christdemokraten, die Behrends Führungs- und Entscheidungsschwäche vorwerfen.