„HG“ Hüsch: 50 Jahre Ratsherr

Dr. Heinz-Günther Hüsch (Mitte) mit dem Team der CDU-Geschäftsstelle
Dr. Heinz-Günther Hüsch (Mitte) mit dem Team der CDU-Geschäftsstelle

In kleiner Runde mit Freunden und politischen Weggefährten feierte Dr. Heinz Günther Hüsch am Samstagmittag in der Bürgergesellschaft ein Jubiläum, das ausgesprochen selten und daher ein besonderes ist: Fast auf den Tag genau ist er seit 50 Jahren als Stadtverordneter der CDU ununterbrochen Mitglied des Stadtrates.

Die CDU hatte mit Fraktionsvorsitzendem Dr. Bernd Koenemann, mit dem Jüchener Peter Giesen und mit Kurt Lonnes drei Laudatoren ausgewählt, die mit herzlichen, warmen und persönlich gehaltenen Worten Hüsch bedachten. Einen bunten Rosenstrauß überreichte Hüsch’ langjähriger Wegbegleiter, der frühere Landtagsabgeordnete Peter Giesen aus Jüchen. Der beschenkte den Jubilar mit einer sympathisch-launigen Rede, nach deren Ende ein Wunsch von Giesen in Erfüllung ging, nämlich „zu Dir, lieber Heinz-Günther, Du sagen zu dürfen“. Als einen „unbestechlichen Rat- und Ideengeber“ bezeichnete Koenemann Hüsch, für den dienen Dienst an den Mensch bedeute. „Sie kennen die Schule des Lebens, und das auch noch 50 Jahre später, wenn ein heutiger Hartz-IV-Empfänger Sie in einer Bürgersprechstunde um Rat fragt. Sie nehmen Anteil, ohne sich anzubiedern.“

Am die Zeit des „jungen Rebellen“ Heinz Günther Hüsch erinnerte der frühere CDU-Geschäftsführer Kurt Lonnes und an dessen „mutigen Angriff auf den Stadtdirektor Dr. Josef Nagel, der im Volksmund ,Gottvater’ genannt wurde, in Deiner ersten Ratssitzung vor 50 Jahren“. Trotz Warnung durch Bürgermeister Alfons Frings, bei Wiederholung laufe er Gefahr, eine eigene Fraktion aufzumachen, sei er bei seiner Meinung geblieben. Dies um so mehr, als P. W. Kallen inzwischen erklärte, er mache in der neuen Fraktion mit. „Die kritische Haltung ist geblieben, allerdings gilt der Bürgermeister in unserer Zeit nicht mehr als Gottvater“, so Lonnes. Der Zwischenruf, „Weiß der das?“, aus der Gästeschar löste große Heiterkeit aus. Führungskraft und die Fähigkeit, Meinungsverschiedenheiten und Entscheidungen herbeizuführen, werden, so Lonnes, quer durch die Fraktionen hindurch anerkannt.