Hamacher und Kaumanns wollen höhere Wahlbeteiligung durch Planspiel „Jugendstadtrat“

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Die beiden jungen Kommunalpolitiker Andreas Hamacher und Thomas Kaumanns aus den Reihen der CDU beabsichtigen, einen Jugendstadtrat als Planspiel in der Stadt Neuss durchführen zu lassen. In der Sommerpause beschäftigten sich die beiden Jungpolitiker intensiv mit der Frage, wie künftig mehr Jung- und Erstwähler für die Beteiligung an Wahlvorgängen gewonnen werden können.

„Die geringe Wahlbeteiligung ist bei Jung- und Erstwählern besonders alarmierend“, so Hamacher und Kaumanns. Während bei Bundestags-, Landtags-, und Europawahlen erst mit Erreichung des 18. Lebensjahres gewählt werden darf, sind bei Kommunalwahlen schon 16jährige wahlberechtigt. „Leider haben viele junge Neusserinnen und Neusser die Chance zur aktiven Wahlteilnahme bei den zurückliegenden Wahlterminen nicht wahrgenommen.“

Die beiden Vertreter der Jungen Union wollen sich mit diesem Umstand jedoch nicht einfach so abfinden. Vielmehr wollen sie neue Wege beschreiten, um deutlich zu machen, dass gelebte Demokratie „in“ ist. Die beiden schlagen daher in einem Konzeptpapier, das bald in die politischen Beratungen gehen soll, vor, einen Jugendstadtrat in Neuss durchzuführen. Hamacher und Kaumanns stellten ihre Idee auch bereits CDU-Parteichef Dr. Jörg Geerlings vor, der das Anliegen ausdrücklich als hervorragende Idee begrüßte.

Dabei soll je ein Vertreter aller 10. Klassen der weiterführenden Schulen in Neuss entsandt werden, um für einen Tag in die Rolle eines Stadtverordneten zu schlüpfen. Bei dem angedachten Planspiel soll etwa das Thema „Schuluniform“ streitig diskutiert und beraten werden.

„Wir erhoffen uns dadurch, dass die Jugendlichen politische Entscheidungsprozesse, Kompromissfindung und Diskussionskultur selbst erleben können und dadurch Interesse an der Politik gewinnen“, so die beiden abschließend.