Hamacher: „Für Neuss hat das Hamburger Abstimmungsergebnis Signalwirkung“

Andreas Hamacher
Andreas Hamacher

In der aktuellen schulpolitischen Diskussion in Neuss und in ganz NRW mahnt der schulpolitische Sprecher der Neusser CDU, Andreas Hamacher, zu Vorsicht und Besonnenheit.

„Wohin bildungspolitischer Aktionismus führt, konnte man am Hamburger Abstimmungsergebnis im Rahmen des Volksentscheids zur Schulreform deutlich erkennen. Das Hamburger Ergebnis hat damit für uns in Neuss Signalwirkung“, so Hamacher.
Mit Sorge sieht der CDU-Schulpolitiker die bevorstehenden Entscheidungen der rot-grünen Minderheitsregierung in NRW, aber auch die bildungspolitischen Vorstellungen des Neusser Bürgermeisters, Herbert Napp, der sich ebenfalls für längeres gemeinsames Lernen und die dritte Gesamtschule in Neuss stark macht.

„Wir hoffen sehr, dass unser Bürgermeister das Abstimmungsergebnis in Hamburg zum Anlass nimmt, seine schulpolitischen Ideen zu überdenken. Wir schätzen ihn als weitsichtigen Bürgermeister unserer Stadt und möchten nicht, dass er sich wie der Hamburger Bürgermeister auf bildungspolitisches Glatteis begibt“, so Hamacher weiter.

276 304 Bürgerinnen und Bürger haben in Hamburg gegen das längere gemeinsame Lernen votiert, lediglich 218 065 dafür. „Die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt bestätigen damit das, was bereits allgemeine Erkenntnis der Bildungsforschung ist: eine längere gemeinsame Grundschulzeit hat keine nachweisbar positiven Effekte. Vielmehr werden hierdurch viele Kinder in ihrer weiteren schulischen Entwicklung gebremst“, so Hamacher abschließend.