Groovsches Loch bleibt Feuchtbiotop

14.09.2023 1 Minute Lesezeit

Groovsches Loch bleibt Feuchtbiotop

Dramatische Szenen haben sich vor knapp einem Jahr am Groovschen Loch abgespielt. Das Feuchtbiotop an der Pomona war fast vollständig ausgetrocknet. Fische und Amphibien waren akut bedroht. Nur durch das beherzte Eingreifen von Anwohnern und mit Unterstützung durch das THW konnten das Biotop und viele Tiere gerettet werden. Der Vorfall beschäftigte danach die Politik. Jetzt steht fest: Das Groovsche Loch bleibt auch in den kommenden Jahren ein Feuchtbiotop.

Der Stadtverordnete Thomas Kaumanns (CDU) hat sich besonders dafür stark gemacht und ist froh, dass ein Kompromiss mit SPD und Grünen gelungen ist, die zuerst anderer Ansicht waren: „Die Anwohner der Pomona, Spaziergänger und auch Hundehalter wünschen sich, dass das Groovsche Loch als Feuchtbiotop erhalten bleibt. Diesem Wunsch wollen wir noch eine Chance geben.“ Damit weicht die Politik vom Vorschlag der Stadtverwaltung ab, die jegliche Wasserzufuhr beenden und das Gebiet dem natürlichen Wachstum überlassen wollte.

Mehrfach hatte sich der Neusser Umweltausschuss in den letzten Monaten mit dem Biotop beschäftigt. Auf Drängen der CDU wurde ein Runder Tisch mit Behörden und Politik sowie Naturschützern und Anwohnern eingerichtet. In dieser Runde wurden verschiedene Optionen für die Zukunft des Gebietes erörtert.

Jetzt entschied der Ausschuss mit großer Mehrheit: Das Groovsche Loch bleibt ein Feuchtbiotop. Auch in Zukunft soll Wasser der Obererft eingeleitet werden, zumindest bis 2030. Dann wird – so nimmt man an – das Wasser der Obererft nicht mehr dafür ausreichen, denn durch das Ende des Braunkohletagebaus wird die Erft in Zukunft deutlich weniger Wasser führen. Wenn das der Fall ist, soll das Groovsche Loch trockenfallen und im Wesentlichen sich selbst überlassen werden.

Damit bis dahin nicht erneut ein Drama wie im Herbst 2022 passiert, soll der Wasserstand im Groovschen Loch überwacht werden. Details dazu soll nun die Stadtverwaltung erarbeiten – und ebenso auch eine Meldekette und einen Notfallplan, falls der Pegel einen kritischen Stand unterschreitet. Kaumanns hofft, dass es so gelingt, das Biotop als ruhigen Rückzugsort nahe der Innenstadt zu erhalten.