Graffiti sind ein Neusser Problem, das bekämpft werden muss!

Die Junge Union Neuss (JU) sieht in Neuss eine Graffiti-Problematik und widerspricht damit den Einschätzungen von Polizei und Stadtverwaltung. Dazu der planungspolitische Sprecher der JU, Johannes Marl: „Graffiti sind sehr wohl ein Problem in Neuss. Die Graffiti-Kunst an dafür bereitgestellten Flächen bereichert die Stadt und ihr Erscheinungsbild. Schmierereien wie hingesprühte Symbole oder Namenskürzel an privaten und öffentlichen Flächen sind jedoch ein großes Ärgernis.

Die JU sieht mit Sorge, dass durch die für jedermann offensichtlichen Schmierereien in vielen Neusser Straßen lobenswerte Bemühungen von Grundstückseigentümern, die Fassaden aufzuwerten, mit Füßen getreten werden. Auch öffentliche Neubauprojekte werden schnell Opfer von Sprayern und vermitteln so ein unsauberes Erscheinungsbild der ohnehin schon häufig wenig sauberen Stadt.“

Auch der JU-Vorsitzende Thomas Kaumanns ist verärgert, dass beispielsweise die neuen Lärmschutzwände entlang der Bahnstrecke Neuss-Köln bereits von innen mit Graffiti verschmiert sind: „Reisende fahren nun kilometerlang durch Graffiti, wenn sie Neuss passieren - keine gute Visitenkarte für die Stadt!“ Einen traurigen Höhepunkt der teils flächendeckenden Verunstaltung von Gebäuden sieht Marl in der Verschmutzung der Basilika St. Quirin: „Wenn nun nicht einmal mehr Gotteshäuser vor Sprayern sicher sind, ist es höchste Zeit, zu handeln!“

Ein Konzept wie das Düsseldorfer Projekt ‚Düsseldorf einwandfrei‘ soll nach dem Willen der JU auch in Neuss umgesetzt werden. Ansonsten seien jene Bemühungen von Bürgern und Institutionen gefährdet, die das Neusser Stadtbild verschönern sollen: „Die Umgestaltung der Stromkästen rund um den Benno-Nußbaum-Platz durch die BüNe und Neusser Schulen ist eine tolle Idee. Wir müssen verhindern, dass hier Graffiti-Sprayer ebenso zerstörerisch tätig werden wie auf der Further Straße, wo die Mauer der Schraubenfabrik einst mit toller Werbung für das Rheinische Landestheater verziert wurde - sie ist eines der vielen Graffiti-Opfer in Neuss.“ Marl ist überzeugt: „Das Beschönigen der jetzigen Situation hilft keinem. Die JU will sich intensiv für eine Verschönerung des Stadtbilds einsetzen!“ Deswegen fordert die politische Nachwuchsorganisation ein engagiertes Handeln der Stadtverwaltung und neue Konzepte gegen die Graffiti-Plage.