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CDU-Rosellen beim 21. Europatag in Hoogstraten (Belgien)

Glauben an das Projekt Europa

Die Neusser Delegation besucht Janssen Pharmaceutica beim Europatag 2005 in Belgien
Die Neusser Delegation besucht Janssen Pharmaceutica beim Europatag 2005 in Belgien

„Kulturelle Vielfalt – Möglichkeit oder Bedrohung?“ Diese Frage stellten sich die Delegationen der CDA aus Liesveld-Zederik (Niederlande) und der Rosellener CDU während des Besuches bei ihren belgischen Freunden der CD&V aus Hoogstraten in Belgien. Die Schwesterparteien beschäftigten sich während ihres seit 21 Jahren jährlich statt findenden „Europatages“ im Schwerpunkt mit dem Thema Integration und Kulturverschiedenheiten über die Grenzen hinweg. Im Mittelpunkt des Abends standen daher die Vorträge der Referenten aus den drei beteiligten EU- Mitgliedstaaten. Organisiert wurde die Fahrt auf deutscher Seite durch den Rosellener CDU-Vorsitzenden, Karl-Josef Flüchten und CDU-Vize Fritz Fiedler.

Zu Beginn des europäischen Treffens stand am Vormittag nach dem offiziellen Empfang der über 120 Teilnehmer im Rathaus der Besuch der „Sint Chatarinakerk“ in Hoogstraten mit einem Konzert des bekannten Musikers Jos Bruurs auf der neuen Kirchenorgel. Infolge dessen ging es am Nachmittag weiter zum weltweit mit rund 23.000 Mitarbeitern tätigen Konzerns „Janssen Pharmaceutica“. Direkten Bezug hatten die 35 mitgefahrenen Delegation der CDU aus dem Neusser Süden durch die bekannte Niederlassung in Rosellen. Im Rahmen der Präsentation erhielten Teilnehmer des Treffens einen detaillierten Einblick in das Tätigkeitsfeld des Unternehmens, das insbesondere in der Forschung zur Heilung von Krankheiten, wie Krebs und AIDS marktführend ist.

Zum Thema Integration und Kulturverschiedenheiten ging es dann im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Abend weiter. Referenten aus allen beteiligten Staaten zeigten die Probleme, aber auch die Möglichkeiten auf, die mit diesem aktuellen Thema verbunden sind. Auf deutscher Seite Sprach die Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums der CDU in Neuss, Waltraud Beyen. Sie wußte von Fehlern und Chancen in der deutschen Integrationspolitik zu berichten.

Während der EU-Parlamentarier Ivo Belet (CD&V) aus Flandern die Auffassung vertrat, dass die Integration ausländischer Mitbürger in der EU geglückt sei, betonte Frank Petter (CDA), dass man von einer multikulturellen Haltung zu einer interkulturellen Haltung übergehen müsse. Es dürfe keine falsch verstandene Integration geben. Christdemokraten müssten sich zunehmend wieder auf die eigenen Werte besinnen. In diese Richtung ging auch der Vortrag des Niederländischen EU-Parlamentariers, Lanbert van Nistelrooij, die Auffassung vertrat, dass derjenige, der nach Europa kommt, auch die jeweilige europäische Landessprache zu lernen habe. Die Möglichkeit der Verständigung sei eine Grundvoraussetzung für Integration. Überein stimmten die Vertreter aus allen Staaten aber in dem Bestreben um ein Mehr an Europa und dem Glauben an das Projekt Europa.

Gelegenheit bestand auch diesmal wieder zur Pflege der persönlichen Freundschaft und des interkulturellen Austausches. Wieder waren auch Mitglieder der Jungen Union Rosellen dabei, die das Treffen einst initiierte und Motor der Partnerschaft war. „Wir haben neue Kontakte auch zu jungen Leuten geknüpft und sind deshalb guter Hoffnung für die Zukunft des Europatages“ berichtete CDU-Vorstandsmitglied Stefan Crefeld nach dem Treffen.

Schon jetzt beginnt die Planungsphase des nächsten Europatages, zu dem dann die Rosellener CDU ihre europäischen Freunde nach Neuss einladen wird. „Wir würden uns ganz besonders freuen, wenn wir dann auch viele Jungpolitiker der Schwesterparteien zum Gedankenaustausch begrüßen können.“, betonte JU-Vorstandsmitglied Sven Schümann.