Gemeinschaftsschule nicht auf der Agenda der CDU-Stadtratsfraktion

Zurückhaltend äußert sich die CDU-Stadtratsfraktion zum Vorschlag des Bürgermeisters, eine Diskussion über die Gemeinschaftsschule zu beginnen. Die CDU-Stadtratsfraktion werde zunächst die Anmeldezahlen aus der zweiten Runde abwarten. 130 (an der Gesamtschule nicht aufgenommene) Schüler entsprächen bis zu sieben Klassen. Hier müsse jetzt das Elternwahlverhalten abgewartet werden, ehe über einzelne Schulen gesprochen werde. Ggf. könne man dann über eine Verbundschule (organisatorischer Verbund von Haupt- und Realschule) beraten. Wichtig sei dabei, nicht mit jedem Anmeldejahr neue Diskussionen zu beginnen, sondern Ruhe in die Schullandschaft zu bringen. „Die Eltern haben ein Recht auf eine verlässliche Schulentwicklung“, sind sich Anne Holt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Stephanie Wellens, Schulausschussvorsitzende, einig.

„Wir sollten nicht jeder Idee der rot-grünen Landesregierung hinterher rennen“, so Holt, „Selbst Bildungsministerin Löhrmann hat die Gemeinschaftsschule, bei der es sich gegenwärtig um einen Schulversuch handelt, als vorrangiges Modell für den ländlichen Raum bezeichnet“, ergänzt Wellens. Den Schulfeldversuch von Rot-Grün zur Gemeinschaftsschule, der ohne gesetzliche Grundlage gestartet wurde, braucht Neuss nicht.