Flüchtlingsunterkünfte - Bürger stärker einbinden!

Der CDU-Parteivorstand kann die Entscheidung der Verwaltung, die Bürger vor Ort erst wenige Wochen vor dem Baubeginn einer Flüchtlingsunterkunft mit einer öffentlichen Veranstaltung zu informieren, nicht nachvollziehen.

„Das ist kein Bürgerdialog, sondern nur die Kenntnisnahme von geschaffenen Fakten“, erklärt der Parteivorsitzende Dr. Jörg Geerlings. „Alle geplanten Standorte für Flüchtlingsunterkünfte wurden bereits bekannt gegeben. Der Dialog muss daher jetzt von der Verwaltung mit den Bürgern geführt werden, um ihnen eine Mitwirkung zu ermöglichen“, so Dr. Geerlings weiter.

„Die Neusser Bürgerinnen und Bürger müssen ernst genommen werden. Nur so kann eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen gelingen.“ ergänzt das Vorstandsmitglied Sebastian Ley. „Deswegen bitten wir die Verwaltung, jetzt den Bürgern die geplanten Standorte vor Ort vorzustellen, diese mit ihnen zu besprechen und ihre Vorschläge und Bedenken für die weitere Planung aufzunehmen. Für diese Veranstaltungen kann man sicher mehrere geplante Standorte zusammenfassen. Aber nur, wenn man die Bürger mitwirken lässt, kann man die Akzeptanz, auch für einen schwierigen Standort, erhöhen. Wenn es dann zum Bau kommt, kann eine zweite Veranstaltung die Bürger über die erfolgte Umsetzung informieren. Wichtig ist eine konstruktive und sachliche Diskussion sowohl auf Seiten der Verwaltung wie auch der Neusser Bürger“, appelliert Ley.

Der CDU-Parteivorstand schlägt zudem vor, alle fertiggestellten Unterkünfte vor der Belegung mit Flüchtlingen an einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung zugänglich zu machen, damit alle interessierten Bürger die jeweilige Unterkunft kennen lernen können.

„Die Verwaltung hat mit der gemeinsamen, transparenten Bekanntgabe aller 27 geplanten Standorte vorbildlich gehandelt. Diesen Kurs gilt es nun beizubehalten“, schließt der stellvertretende Parteivorsitzende Tobias Goldkamp.