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Expertengespräch mit dem hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz

29.06.2021 1 Minute Lesezeit

Dr. Jörg Geerlings MdL und Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz (Archivfoto)

Dr. Jörg Geerlings MdL und Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz (Archivfoto)

Mit Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, dem Kultusminister des Landes Hessen, diskutierte ein erfahrener Bildungspolitiker per Videokonferenz mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Politikern aus dem Rhein-Kreis Neuss über die Frage „Wie schaffen wir es, Deutschland, Nordrhein-Westfalen und Neuss wieder fit zu machen, wenn die Corona-Krise überwunden ist?“.

Eingeladen zur zweiten Veranstaltung einer Serie von Diskussionsrunden, die den Blick in die Zukunft richten, hat der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings (CDU). Der stellvertretende Parteivorsitzende Dr. Andreas Hamacher führte differenziert in das Thema ein und sprach insbesondere die starke psycho-soziale Belastung der Kinder durch die Corona-Krise an. „Wir müssen mit aller Kraft dafür sorgen, dass unsere Kinder auch im kommenden Schuljahr wieder unbeschwert in die Schule gehen können, das Lernen dadurch wieder Struktur erhält und sie ihre sozialen Kontakte pflegen können“, so Geerlings. Minister Lorz, Jörg Geerlings, der Neusser Stadtelternratsvorsitzende Dirk Jansen sowie die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in Neuss, Elke Schlangen, waren sich einig. „Wir müssen jetzt ein ganz besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche richten und die von Bund und Land zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel nutzen, um die negativen Folgen im schulischen und sozialen Bereich bestmöglich aufzufangen.“

Im vergangenen Jahr hat die Digitalisierung an unseren Schulen große Fortschritte gemacht. Dank finanzieller Unterstützung von Bund und Land können Computer und Tablets angeschafft, Lernplattformen entwickelt, der Breitbandausbau beschleunigt und Supportstrukturen für Schulen aufgebaut werden. Dies hat das Lernen in der Krisenzeit entscheidend unterstützt. Diese neuen Möglichkeiten und Chancen auch in Zukunft zu nutzen, forderte Kultusminister Lorz ein. Es ermögliche, individuelle Lernstände besser einschätzen und den Schülerinnen und Schülern passgenauere digitale Unterrichtsmaterialen bereitstellen zu können. „Unterricht nach Corona wir anders und besser sein als vor der Pandemie“, ist Lorz überzeugt.

Dieser Prozess lief und läuft aber vor Ort nicht so, wie es sich der Minister wünscht. Über die Schwierigkeiten im realen Schulalltag während des Distanz- und Wechselunterrichts sprach Elke Schlangen, schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in Neuss und Gesamtschullehrerin. Einig waren sich alle Beteiligten, dass das kommende Schuljahr, das hoffentlich wieder vollständig in Präsenz stattfinden kann, aber ein Schuljahr des Aufholens und der Kompensation wird.