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Expertengespräch mit dem Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft Prof. Dr. Hüther

19.05.2021 1 Minute Lesezeit

Expertengespräch mit dem Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft Prof. Dr. Hüther

Mit dem in Neuss aufgewachsenen Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft und sogenanntem Wirtschaftsweisen, Prof. Dr. Michael Hüther, diskutierte ein ausgewiesener Experte per Videokonferenz mit ca. 60 Interessierten über die Perspektiven aus der Coronakrise.

Eingeladen zur Auftaktveranstaltung einer Serie von Diskussionsrunden, die den Blick in die Zukunft richten, hatte der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings (CDU). „Wir müssen jetzt die Herausforderungen der Krise annehmen und die Zukunft mit klarem Kompass gestalten“, so Geerlings.

Dass die Herausforderungen groß sind, verschwieg der Fachmann Hüther in seinem Eingangsstatement nicht. Der Abbau der Schulden, die Deutschland für die Stabilisierung in der Krise aufgenommen habe, sei eine der großen Zukunftsaufgaben, so Hüther. Er plädierte dafür, den Schuldenabbau über mehrere Jahrzehnte zu verteilen. Eine kluge und moderne Politik könne das Land in eine gute Zukunft führen. Im internationalen Vergleich habe Deutschland eine niedrigere Verschuldungsquote sowie eine große Dichte an Wissenschaft und Bildung. Diese müsse Deutschland nutzen, um mit Innovationen den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen sowie gleichzeitig den Klimaschutz voranzubringen.

Die Wirtschaft ist gerade in unserer Region im starken Wandel. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke warb in der Diskussion dafür, den Strukturwandel ideologiefrei zu gestalten, technologieoffenes Denken bei Innovationen zu fördern und den Kohleausstieg mit Blick auf Arbeitsplätze und die Menschen in der Region zu gestalten.

„Die CDU steht für die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie. Unsere Klimaziele erreichen wir nur, wenn wir der Wirtschaft die Freiheit lassen, sich zu entwickeln und die Sicherheit eines attraktiven Zukunftsstandortes geben. Dem Weltklima helfen wir nicht, wenn energieintensive Industrieunternehmen, wie etwa die in Neuss ansässige Aluminiumindustrie, ins Ausland abwandern, weil dort der Klimaschutz eine geringere Rolle spielt und zudem die Arbeitsbedingungen schlechter sind. Wir müssen dafür sorgen, dass sich klimafreundliche Innovation in Deutschland lohnt. Hierfür haben wir das Potenzial; das gilt gleichermaßen für die Digitalisierung“, zieht Geerlings das Fazit.

Bei der nächsten Veranstaltung unter dem Titel "Perspektiven aus der Krise" wird Geerlings mit dem Vorsitzenden des Stadtsportbundes, Meinolf Sprink, über die Zukunft des Sports sprechen.