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Mitgliederversammlung und Europakongress der JU Neuss

Europa nach der Osterweiterung „Nächstes Spiel schon angesetzt“

15.05.2004 1 Minute Lesezeit

Organisator Andreas Hamacher, Referent Heiko Piesbergen und JU-Vorsitzender Sven Schümann

Organisator Andreas Hamacher, Referent Heiko Piesbergen und JU-Vorsitzender Sven Schümann

Am vergangenen Mittwoch führte die Junge Union (JU) Neuss im Rahmen einer Mitgliederversammlung einen sog. Europakongress durch. Referent war Heiko Piesbergen, Leiter der Internationalen Kommission der Jungen Union auf Landesebene.

Nach einleitenden Worten des JU-Vorsitzenden Sven Schümann und einer Einführung ins Thema durch Vorstandsmitglied Andreas Hamacher, verschaffte Piesbergen den Anwesenden zunächst einen Überblick über die Nachkriegsgeschichte Europas. Ziel sei zunächst eine gemeinsame Wirtschaftspolitik gewesen, bevor die Idee einer politischen und strategischen Komponente der EU hinzukam. Nach einer Analyse der Erweiterung um zehn neue Mitgliedstaaten am 1.Mai richtete Heiko Piesbergen den Blick nach vorne im Hinblick auf die künftige Entwicklung der EU.

Piesbergen erläuterte, dass es jetzt darum gehe, das erweiterte Europa zu stabilisieren. Es stünden große Aufgaben an, wie die Verwirklichung einer gemeinsamen europäischen Verfassung oder auch der weitere Aufbau eines „ring of friends“, womit er Romano Prodi zitierte. Denn die Grenzen der EU haben sich nach Osten verschoben. Der Chef der Internationalen Kommission der JU NRW sprach mit den Worten von Fußballer Sepp Herberger: „Das nächste Spiel ist angesetzt“, womit er die anstehenden Verhandlungen mit möglichen weiteren Beitrittsländern wie Rumänien, Bulgarien und Kroatien meinte.

Die Erweiterung der Union um weitere Staaten wurde jedoch von einigen Mitgliedern, die sich zu Wort meldeten, auch kritisch gesehen. Die Gemeinschaft müsse erst einmal die Integration nach Innen bewältigen und arbeitsfähig sein, damit weitere Schritte folgen könnten. Einig war man sich jedoch darin, dass man jetzt nach vorne schauen und eine vernünftige Politik bzw. einheitliche Strategie in Bezug auf das Verhältnis zu den neuen Nachbarn der neuen Union entwickeln müsse.
An der Veranstaltung nahmen auch die Leiter des AK Europa der CDU, Dr. Jörg Geerlings und Bärbel Kohler, teil.