Erzbischöfliches Berufskolleg Neuss mit Richeza-Preis geehrt

Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner hat 32 Projekte der deutsch-polnischen Zusammenarbeit mit dem Richeza-Preis ausgezeichnet. Eines davon ist das Projekt "Es geschah in Danzig ..." des Erzbischöflichen Berufskollegs Neuss.

2.000 Euro Preisgeld erhält die Schule für ihr jährlich stattfindendes Schüler-Projekttreffen in Danzig. Der Schwerpunkt des Besuchs liegt auf der Bedeutung und Geschichte der Solidarnosc. Zum Programm gehören Zeitzeugengespräche, Besuche von Konzentrationslager und Westerplatte oder des neuen umstrittenen Museums des Zweiten Weltkriegs. Auch die Auseinandersetzung mit dem gegenseitigen Geschichtsverständnis gehört zu diesem Projekt.

Der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings (CDU) gratuliert: „Polen und Nordrhein-Westfalen verbinden enge und vielfältige Freundschaften. Ich freue mich, dass diese Freundschaft in Neuss aktiv gelebt wird und gratuliere der Schule zu ihrer Auszeichnung.“

Der Richeza-Preis wurde vom damaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers 2009 ins Leben gerufen und in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Er trägt den Namen der aus rheinischem Adelsgeschlecht stammenden polnischen Königin Richeza, die im 11. Jahrhundert an Rhein und Ruhr als wohltätige Stifterin wirkte. Europaminister Holthoff-Pförtner hatte das Jubiläumsjahr 2018 (100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs und 100 Jahre Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens) zum Anlass genommen, um im Oktober 2018 zur Bewerbung für den Richeza-Preis aufzurufen. Eine deutsch-polnische Jury vergab 32 Auszeichnungen in drei Kategorien, insgesamt werden rund 100.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet.