Erinnerung an die bundesdeutsche Geschichte: 20. Jahrestag des Mauerfalls

Die Junge Union Neuss bittet den Stadtrat, dafür Sorge zu tragen, dass die Erinnerung an die bundesdeutsche Geschichte im Jahr des 20. Jahrestages des Mauerfalls in unserer Stadt noch erlebbarer wird. Zu diesem Zweck schlägt die Junge Union Neuss vor, dass der Stadtrat eine geeignete Straße oder einen geeigneten Platz findet, der entsprechend zur Erinnerung an den Mauerfall umbenannt wird.

Begründung:

Die Berliner Mauer war das Symbol der Trennung Deutschlands, der Teilung Berlins und der SED-Diktatur in der ehemaligen DDR. Viele Menschen starben bei dem Versuch, vor der DDR zu flüchten und die Mauer zu überwinden, um sich ein neues Leben in der Bundesrepublik Deutschland aufbauen zu können.

Bevor es in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 zum Mauerfall kam, waren die neu erteilte Reisefreiheit für DDR-Bürger und die teils über Ungarn oder die damalige Tschechowslowakei einreisenden DDR-Bürger die Vorboten für den Untergang des SED-Regimes. Tatsächlich gelang es den Bürgern, den SED-Staat in friedlicher Weise zum Umsturz zu bringen und damit den Grundstein für die Wiedervereinigung Deutschlands zu legen. Ihnen haben wir den Mauerfall zu verdanken.

Der DDR-Staat, seine Gräueltaten und die schweren persönlichen Einschränkungen, die jeder DDR-Bürger hinnehmen musste, geraten jedoch traurigerweise immer mehr in Vergessenheit. Nicht selten wird der DDR-Staat sogar bewusst verherrlicht, seine Schattenseiten werden möglichst ignoriert. Die Nachfolge-Partei der SED versucht ihrerseits, ihre eigene Geschichte in Teilen zu kaschieren und die Bürger damit zu blenden.

Auch wir in Neuss sollten uns dafür stark machen, dass die Taten des SED-Regimes unvergessen bleiben. Um dieser Idee Rechnung zu tragen, scheint die entsprechende Namensgebung einer Straße oder eines Platzes angezeigt.