Erhöhtes Briefporto belastet Vereine – CDU will helfen

Die Deutsche Post hat seit Anfang des Jahres ihre Mailing-Konditionen verändert. Die Preise für den Massenversand von Rundschreiben wurden dadurch deutlich erhöht. Immer mehr Vereine bekommen das negativ zu spüren. Die CDU Neuss will ihnen helfen und kämpft für günstigere Konditionen.

Die preiswerte „Infopost“, mit der schon kleine inhaltsgleiche Briefmengen ab 50 Stück günstig für nur 28 Cent je Brief verschickt werden konnten, wurde durch die „Dialogpost“ ersetzt. Nun müssen mindestens 200 gleiche Sendungen verschickt werden. „Seit der Einführung dieses Angebotes klagen insbesondere kleinere Institutionen, Gruppierungen und Vereine. Da die nun geltende Mindestmenge von 200 Briefen nicht erreicht wird, steigen die Versandkosten im Vergleich zur alten Infopost. Entweder müssen die Absender die fehlende Stückzahl bezahlen oder die gesamte Sendung mit Normalporto (70 Cent) frankieren“, klagt der CDU-Vorsitzende Dr. Jörg Geerlings. „Vor allem kleinere Organisationen mit geringen finanziellen Mitteln werden stark belastet. Und nicht alle haben die Möglichkeit, auf den Versand von Einladungen oder Sitzungsunterlagen per E-Mail auszuweichen.“

Mit dem Anliegen vieler Vereine haben sich Geerlings und sein Stadtratskollege Thomas Kaumanns an die Deutsche Post gewandt: „Wir haben die Deutsche Post gebeten, eine Rückkehr zur alten Regelung im Sinne der vielen Ehrenamtlichen zu prüfen“, so Kaumanns. Die inzwischen vorliegende Antwort ist für die beiden jedoch ernüchternd: Die Post beruft sich auf den Erfolg der „Dialogpost“ bei Unternehmen und Werbetreibenden, eine Änderung lehnt sie ab. „Dass Vereine und vor allem das Ehrenamt negativ betroffen sind, scheint die Post überhaupt nicht zu interessieren.“

„Wir bleiben weiter am Ball“, versichern Geerlings und Kaumanns. Die beiden unterstützen eine Initiative des CDU-Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling, der bundesweit Beschwerden sammelt und bündelt. „In Neuss betroffene Vereine können sich gern an uns wenden, dann reichen wir deren Anliegen nach Berlin weiter.“ Notfalls wollen die beiden auch Kontakt zu privaten Postdienstleistern aufnehmen und mit ihnen über Alternativangebote ins Gespräch kommen.