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Entlastung für Vereine :
NRW übernimmt GEMA-Gebühren

16. Januar 2026 , 2 Minuten Lesezeit

DJ am Mischpult.
Foto: Pixabay

Gute Nachrichten für Vereine: Für das Jahr 2026 hat der Landtag NRW Haushaltsmittel vorgesehen, um Vereine zu entlasten. Die GEMA-Gebühren für nicht-kommerzielle, ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen will künftig das Land übernehmen. Ein Programm dafür soll erarbeitet werden. Grundlage dafür ist ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU und Grünen.

Der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings (CDU) sagt dazu: „Das ist eine wirkliche Entlastung für unsere Vereine. Sie sparen Geld und Bürokratie. Gerade die vielen Schützenvereine in Neuss sind auf verlässliche und unkomplizierte Unterstützung angewiesen, damit gelebtes Brauchtum, Gemeinschaft und Tradition nicht an finanziellen oder bürokratischen Hürden scheitern.“

In Nordrhein-Westfalen engagieren sich über 120.000 eingetragene Vereine und gemeinnützige Organisationen in den Bereichen Sport, Kultur, Brauchtum und Ehrenamt. Viele Veranstaltungen – darunter zahlreiche Schützenfeste und Vereinsfeiern – werden vollständig ehrenamtlich organisiert, häufig ohne Eintritt und getragen durch Spenden. Die anfallenden GEMA-Gebühren für Musiknutzung stellen dabei oft eine erhebliche finanzielle Belastung dar.

Künftig sollen daher insbesondere kleinere, nicht gewinnorientierte Veranstaltungen wie Dorffeste, Vereinsfeiern oder Weihnachtsmärkte gezielt entlastet werden. Vorgesehen ist ein landesweiter Rahmenvertrag zwischen Nordrhein-Westfalen und der GEMA, orientiert an Modellen, die etwa in Bayern bereits umgesetzt wurden.