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JU im Gespräch mit der Neuß-Grevenbroicher Zeitung

Die Plakatkleber wollen auch mitsprechen

14.12.2004 2 Minuten Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 14. Dezember 2004

Wer die Junge Union auf ein logistisches Team reduziert, der muss mit seinem energischen Widerstand rechnen. „Wir kleben gern Plakate“, sagt Jens Küsters, „aber wir werden auch inhaltliche Schwerpunkte setzen.“ Der 23-jährige Software-Entwickler, der seit Ende November den Neusser Stadtverband der CDU-Nachwuchsorganisation führt, hat klare Vorstellung über den Kurs, den er mit den rund 400 Mitgliedern steuern will.

Er sieht die JU im heraufziehenden Landtags-Wahlkampf zwar als treuen Partner an der der Seite der CDU. So stellt die JU in ihrem schon etablierten Mitglied Dr. Jörg Geerlings (32), zugleich auch Partei-Vize in Neuss, den Wahlkampfleiter im Team des CDU-Kandidaten Heinz Sahnen MdL. Wenig Begeisterung bei den Altvorderen ruft allerdings die JU-Forderung hervor, die Partei möge einen Arbeitskreis Jugendpolitik einrichten. „Da gibt’s im geschäftsführenden Vorstand noch Widerstände“, weiß Küsters, „aber wir werden mit der Kraft unserer Argumente überzeugen.“ Dieses Gremium ist ihm persönlich besonders wichtig, „weil Arbeitskreise die Schnittstelle zwischen Partei und Fraktion bilden.“ Und genau an dieser Schnittstelle will er die Jugendpolitik platziert wissen.

Volle Unterstützung erfährt er bei seiner Initiative von Sebastian Broeckmann. Sein in einer Kampfabstimmung unterlegener Mitbewerber agiert nun als sein loyaler Stellvertreter: „Wir setzen die Themen auf die politische Tagesordnung, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter den Nägeln brennen.“ Broeckmann (29) ist seit fünf Jahren als selbständiger Finanzdienstleister tätig. Neu im Vorstand ist die erst 17 Jahre alte Quirinus-Schülerin Ines Stefen. Sie kümmert sich um die Geschäftsführung. Erfahrung bringt sie mit. Sie ist stellvertretende Landesvorsitzende der Schüler-Union. Ines Stefen freut sich, dass immer mehr junge Damen in die politische Arbeit drängen: „Wir führen über die Schüler-Union die Mädchen an die Politik heran.“

Ein Comeback von Gewicht soll die so genannte „JU-Fraktion“ feiern. In diesem Gremium sind auf freiwilliger Basis die Stadtverordneten, sachkundigen Bürger und interessierten JU’ler zusammengeschlossen, um sich mit kommunalpolitischen Themen zu befassen. Die „JU-Fraktion“ war zuletzt nicht mehr existent. Mit Karl-Heinz Schnitzler, Dr. Jens Hartmann und Carsten Greiwe hatten drei Ratsherren aus Reihen den Jungen Union ihr Mandat niedergelegt. Jetzt gibt’s wieder ein JU-Quartett: Neben Dr. Jörg Geerlings gehören noch Andreas Hamacher, Sebastian Rosen und Carmen Tiemann dem Stadtrat an.

Als Aktivität kündigt Jens Küsters an, er werde die „Tradition des politischen Frühstücks“ wieder beleben. Unter der Leitung von Jörg Geerlings sollen am Samstagmorgen spannende Themen aufgerufen werden.

Von Ludger Baten