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Schallende Ohrfeige vor der Sommerpause

Die neuen Arbeitslosenzahlen aus Nürnberg versprechen wenig gutes

11.07.2003 1 Minute Lesezeit

4,2 Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit offiziell ohne Job. Niemals war die Juni-Arbeitslosigkeit seit Kriegsende so hoch wie in diesem Jahr. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die Arbeitslosenzahl um mehr als 303.000 Menschen zugenommen. Mit dieser schallenden Ohrfeige verabschiedet sich die Bundesregierung in die Sommerpause. Dieser Trend zeige sich auch im Arbeitsamtsbezirk Mönchengladbach, worunter auch der Rhein-Kreis Neuss falle.

"Angesichts dieser Zahlen sollte der Kanzler überlegen, nicht nur sein Urlaubsziel Italien auszutauschen, sondern seinen Urlaub jedenfalls solange zu verschieben, bis zumindest ein solider Gesetzentwurf zu den dringend notwendigen Reformen am Arbeitsmarkt erarbeitet ist. Vom Nichtstun wird unsere Lage nicht besser", so der CDU-Parteivorsitzende Cornel Hüsch. Festzustellen sei, dass seit der Regierungserklärung vom 14. März kein einziges Reformgesetz verabschiedet wurde. Nach Ansicht von Hüsch herrsche derzeit Stillstand.

Allein 474.000 Jugendliche seien ohne Job, ohne dass Besserung in Sicht sei. „Die Berliner Regierungs-Strategen bewegen derzeit weniger den Arbeitsmarkt als vielmehr die Statistik“, ergänzt Partei-Vize Dr. Jörg Geerlings weiter. Fakt sei, dass die Anzahl der Menschen, die in Beschäftigung ist, im Juni wieder abgenommen habe. Neue Jobs entstünden derzeit nicht. Daher könne nach Ansicht von Geerlings von einer Trendwende nicht die Rede sein.